Selbsterntegärten sehr erfolgreich
LINZ. Ein großer Trend: Urban Farming. Dieser hat seinen Weg auch schon nach Linz gefunden. Ein Urban Farming-Projekt in Linz sind die „Morgentau-Gärten“ – dort kann, mit Unterstützung, Bio-Gemüse selbst angebaut werden.

Angefangen hat alles mit der Erzeugung, Verpackung und Vermarktung von Biogemüsearten: Das Unternehmen aus Hofkirchen im Traunkreis hat sich seit mehr als 30 Jahren darauf spezialisiert. 2014 kam Christian Stadler, Gründer der Morgentau Biogemüse GmbH, dann die Idee zu dem Projekt Morgentaugärten, nachdem auch im deutschsprachigen Raum der Urban Farming-Trend immer größer wurde. Das Konzept ging auch in Oberösterreich auf: Mit einer Gesamtfläche von fünf Hektar sind die Morgentaugärten nun Oberösterreichs größter Urban Farming-Anbieter.Morgentau-GärtenAuf den verschieden großen Parzellen mit guter Bodenqualität und Öffi-Anbindung können Interessenten ihr eigenes Biogemüse unter fachkundiger Anleitung anbauen und ernten. „Wir haben 20 m²-Parzellen für Singles, die kosten 117 Euro pro Saison. Die größten Parzellen haben 60 m², die kosten 369 Euro. Das kommt in der Regel billiger, als wenn man das Gemüse im Handel kaufen muss“, erklärt Irmgard Elias, Projektleiterin der Morgentau-Stadtgärten. Der Ertrag von 40 Quadratmeter Fläche: bis zu 100 Kilo Gemüse. Der geschätzte Pflege-Aufwand für die urbanen Hobbygärtner liegt bei etwa zwei Stunden pro Woche. In Linz gibt es zur Zeit fünf Morgentaugärten – unter anderem am Bindermichl, in der solarCity und im Stadtteil Spallerhof. In Ebelsberg sind weitere Gärten geplant, denn das Interesse ist groß und zieht sich durch alle Generationen. „Wir haben Familien, da helfen schon die Kleinsten mit dem Schnuller im Mund mit. Unsere älteste Kundin ist aber 83. Viele der Hobbygärtner leben in einer Wohnung oder in einem Reihenhaus, wo der Garten zu klein ist für frisches Gemüse“, erzählt Elias.


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