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LINZ. Der Verein Radlobby OÖ konnte für das OÖ SternRADLn mit anschließender Linzer Rad-Parade – trotz widrigster Wetterumstände – hunderte Radler mobilisieren.

Bei der Radparade Foto: Radlobby/Jordan
  1 / 3   Bei der Radparade Foto: Radlobby/Jordan

Die RADLkonvois aus Steyregg, Leonding, Gallneukirchen und Puchenau erwartete am Linzer Hauptplatz ein umfangreiches Programm mit Infoständen, leckerem Essen von „Kochtopf statt Mistkübel“ und einer Radservicestation vom B7 Fahrradzentrum. Insgesamt waren 50 Gemeinden aus 10 Bezirken im Linzer Umland für die Sternfahrt angemeldet. Unter ihnen wurden drei hochwertige Fahrradständer von connexurban, Innovametall und Ziegler verlost. Höhepunkt war die gemeinsame Rundfahrt durch Linz, über die Nibelungenbrücke und erstmals auch die VOEST-Brücke sowie durch die Linzer Innenstadt. An den Infoständen am Hauptplatz präsentierten sich den Besuchern der Verein Velodrom Linz, der Linzer Radbotenverein, die Mobilitätsberatung der Stadt Linz und das Klimabündnis OÖ. „Die Sternfahrt und die Parade waren wieder sehr wichtige Veranstaltungen für den Alltagsradverkehr. Ich freue mich sehr, dass trotz des strömenden Regens so viele Radler gekommen sind und gezeigt haben, dass mit der richtigen Ausrüstung auch das kein Problem darstellt“, so Michael Schrank von der Radlobby OÖ.

Gute Zusammenarbeit als Beispiel

Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch Vertreter aller Parteien (Stadt Linz/Land OÖ) kritisch interviewt. Gerhard Fischer, Gemeindevernetzungsbeauftragter der Radlobby OÖ, untermauerte mit vielen konkreten Beispielen das aktuelle Stimmungsbild: Den großen Willenserklärungen der Politik im letzten Jahr, einen wirklichen Aufbruch mit einer Radoffensive in Stadt und Land anzugehen, folgten noch keine Taten. Vielmehr wurde jetzt auch wieder betont, wie wenig Geld für den Radverkehr zur Verfügung steht. Parallel dazu stehen aber Großprojekte wie Westring und 2. Straßenbahnachse mit Hunderten Millionen Euro Investitionskosten in den Startlöchern.  Die Radlobby OÖ appellierte an alle Parteien zu einem gemeinsamen Schulterschluss in der Radverkehrspolitik, statt vieler, oft nur populistischer Einzelanträge, welche gegenseitig immer wieder abgelehnt werden. Als Beispiel einer guten Zusammenarbeit wurde die kurz vor dem erfolgreichen Abschluss stehende, ganzjährige Öffnung der Donaukraftwerksbrücke in Ottensheim/Wilhering hervorgehoben. Sowohl der Wilheringer Bürgermeister Mühlböck als auch Stefan Weinberger als Vertreter für Ottensheim hoben auf der Bühne hervor, dass dies vor allem durch den hartnäckigen Einsatz und die sachliche Vorgangsweise der Radlobby als zentraler Vermittler erreicht werden konnte. Gerhard Fischer, Radlobby Steyregg, wiederum hob hervor, dass dies nur durch die gute Gesprächsbasis mit allen Beteiligten und intensivem offenen Dialog und auch die Unterstützung engagierter Bundespolitiker möglich wurde. Die Radlobby würde sich auf Landesebene eine ebenso gute und offene Gesprächsbasis wünschen, und die Interessensvertretungen besser eingebunden sehen.


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