Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

LINZ/OÖ. Der Höhepunkt der Flüchtlingswelle ist inzwischen rund zwei Jahre her. Seitdem ist es ruhiger geworden in Oberösterreich – ein positives Zeichen, so Integrationslandesrat Rudi Anschober.

Anfang September 2015 in Linz Foto: Weihbold
Anfang September 2015 in Linz Foto: Weihbold

Ende August 2015 waren erst 160 Gemeinden in der Unterbringung von Flüchtlingen aktiv. Zum Höhepunkt der Flucht im September 2016 waren es 323 der 442 oö. Gemeinden. Seit dem Höchststand an Grundversorgten im September 2016 haben jedoch schon 93 Quartiere wieder geschlossen.

Schließung von Quartieren

Demnächst steht die Schließung von weiteren rund 20 Quartieren an. Die Auslastung liegt bei 89 Prozent. „Die Freiplätze kosten dem Land OÖ nichts“, erklärt Integrationslandesrat Rudi Anschober die Reserven. Insgesamt werden in den Quartieren 11.447 Personen betreut, das sind im Schnitt 23 Personen pro Quartier. Auch in der Landeshauptstadt Linz liegt dieser Schnitt mit rund 26 Personen pro Quartier nicht bedeutend höher. Monatlich werden aktuell rund 300 positive Asylentscheidungen getroffen. Doch nicht nur die Zahl der Betreuten ist gesunken, sondern auch die Aufregung darum, speziell was die Unterbringung anbelangt. Anschober sieht das als Zeichen, dass die Integrationsbemühungen fruchten.

Integration im Gang

Seit Frühling 2016 konnten geförderte Deutsch- und Alphabetisierungskurse in ganz Oberösterreich mit rund 15.000 Plätzen stattfinden. Diese dienen zusätzlich auch oft der Vermittlung von Werten und den Grundregeln des Zusammenlebens. Zudem besuchen 2000 schulpflichtige Kinder mit Fluchthintergrund die oö. Pflichtschulen. Anschober fordert zudem, dass Integrationsbemühungen beim Asylverfahren mit berücksichtigt werden sollen. Betont jedoch gleichzeitig, dass die Bemühungen keinesfalls ein Hauptgrund sein dürfen.

Integration als Streitpunkt

Die FPÖ spricht sich vehement gegen den Vorschlag Anschobers aus. „Zuerst sind die Fakten zu prüfen, ob ein Asylgrund individuell auch vorliegt. Erst dann ist Integration sinnvoll“, sagt FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr zudem und stellt sich damit gegen die Strategie Anschobers die Integration schon während des Asylverfahrens zu beginnen. Letzterer hält an dieser Strategie fest und verweist auf frühere Flüchtlingsswellen bei denen dies nicht versäumt und nie nachgeholt wurde - wie zum Beispiel jener aus Tschetschenien. Mangelnde Integration bei vielen die bleiben, war die Folge. „Diesen Fehler werden wir nicht mehr machen“, so Anschober energisch.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Mobbing bei Kindern erkennen und handeln: Erziehungsimpulse liefern Tipps für Eltern

Mobbing bei Kindern erkennen und handeln: Erziehungsimpulse liefern Tipps für Eltern

LINZ. Wiederholte Ausgrenzung, Beschimpfungen und Demütigungen können Kinder schwer belasten. Bei den „Erziehungsimpulsen“ des OÖ Familienbundes ...

Tips - total regionalNora Heindl
Alkoholverbot am Linzer Hauptbahnhof soll ab März 2027 gelten

Alkoholverbot am Linzer Hauptbahnhof soll ab März 2027 gelten

LINZ. Ab 1. März 2027 soll am und rund um den Hauptbahnhof ein Alkoholverbot gelten. Begleitend sind soziale Angebote geplant. Auch Videoüberwachung ...

Tips - total regionalNora Heindl
Jugendservice Campus Linz zählt mehr als 7.000 Besucher im ersten Jahr

Jugendservice Campus Linz zählt mehr als 7.000 Besucher im ersten Jahr

LINZ. Der Jugendservice Campus in Linz zieht nach einem Jahr Bilanz: Mit rund 400 Veranstaltungen und mehr als 7.000 Besuchern zeigt sich der ...

Tips - total regionalLeitner Birgit
Klimastreik in Linz: Verkehrsbehinderungen erwartet

Klimastreik in Linz: Verkehrsbehinderungen erwartet

LINZ. Fridays For Future ruft am Freitag, 16. Oktober, von 16 bis 18 Uhr zum Klimastreik am Linzer Pfarrplatz auf. Verkehrsteilnehmer müssen ...

Tips - total regionalLeitner Birgit
JKU Linz vergibt Professuren an zwei Juristen und Ärztin

JKU Linz vergibt Professuren an zwei Juristen und Ärztin

LINZ. Sie lehren Steuerrecht und erforschen den Grünen Star: Die JKU hat zwei Juristen und eine Ärztin mit Professuren ausgezeichnet.

Tips - total regionalLeitner Birgit
Herta Steinbichl: ein Leben zwischen Pflege und Selbstfürsorge

Herta Steinbichl: ein Leben zwischen Pflege und Selbstfürsorge

LINZ. Seit einem Unfall ihres Mannes bestimmt die Pflege den Alltag von Herta Steinbichl. Die 64-jährige Pichlingerin weiß, wie schwer es sein ...

Tips - total regionalNora Heindl
Weitere Beiträge