Prof. Balduin Sulzer bei Brucknerfesteröffnung ausgezeichnet
LINZ. Ganz im Zeichen Anton Bruckners steht das Programm des Internationalen Brucknerfestes 2017, das am Sonntag Vormittag im Brucknerhaus von Bundesminister Thomas Drozda feierlich eröffnet wurde.

„Lasst uns Bruckner cool machen“, sagte die Linzer Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer zum Programm des diesjährigen Brucknerfestes.
„Wir müssen uns die Rolle von Kunst und Kultur in der heutigen Zeit, wo die Gesellschaften immer heterogener werden und Sparmaßnahmen auch nicht an den Kulturbudgets vorbeigehen“, meinte Bürgermeister Klaus Luger in seiner Rede und spannte einen Bogen von den terroristischen Angriffen über die Flüchtlingswelle bis zur Vision, wo Linz in zehn Jahren stehen soll. „Wenn wir weiterhin Kulturstadt bleiben wollen, dann werden wir nicht nur wirtschaftlich stärker werden, dann werden wir in die Bildung und die Menschen investieren müssen. Vor allem müssen wir alles tun, um eine geistig offene Stadt zu bleiben.“
Brücken bauen
Landeshauptmann Thomas Stelzer bezeichnete Bruckner als Brückenbauer und betonte, dass diese Brückenbauerfunktion in der heutigen Gesellschaft eingefordert werden muss.
Den Brucknerhaus-Ehrenring verliehen Bgm. Luger und Minister Drozda an Prof. Balduin Sulzer, der heuer 85 Jahre „jung“ wurde und von dem auch ein Stück bei der Eröffnung gespielt wurde.
Minister Drozda attestierte Linz, dass die Stadt heute bunter und lebenswerter ist als zu seiner Studienzeit. „Österreich ist ein Land der Kunst und Kultur. Und das muss bleiben!“ forderte er, denn Künstler tragen mit ihren Werken zum immateriellen Wohlstand bei.
Festredner Harald Krassnitzer setzte sich intensiv mit Bruckner auseinander und zeigte auf, dass der bedeutendste Oberösterreichische Komponist seine Kraft aus tiefer Gläubigkeit schöpfte.
Das Musikprogramm gestalteten das Brucknerorchester unter der neuen Leitung von Markus Poschner und der Chor Ad Libitum.


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