Von Ulm nach Linz zu Fuß in den Ruhestand: "Ich habe die Floskel wörtlich genommen"
LINZ. Mit einer besonderen Aktion hat sich Johann Ilk in seinen verdienten Ruhestand verabschiedet. Der Vizeleutnant beim Österreichischen Bundesheer ist nach 43 Dienstjahren zu Fuß von Ulm in seine Heimatstadt Linz marschiert.

„Ich fand die Floskel 'in den Ruhestand gehen' interessant und habe sie einfach wörtlich genommen“, schmunzelt der 63-Jährige. Die Idee, die knapp 500 Kilometer von seinem Dienstort Ulm nach Linz zu gehen, kam ihm im Sommer 2017, als das Thema Pension aufkam.
Zwei Monate vorbereitet
Natürlich war dafür Vorbereitung notwendig. Rund zwei Monate vor seinem Marsch hat er bewusst angefangen. „Ich war extra in Andalusien wandern. Dort war das Wetter schon so, wie wir es die letzten Wochen in Deutschland vorfanden.“ In 13 Tages-Etappen ist er die Strecke gegangen, täglich zwischen 30 und 50 Kilometer. Teils wurde er auch begleitet, so gingen am ersten Tag zwei seiner Kameraden mit ihm von Ulm nach Günzburg. Die lange Strecke von Ingolstadt bis Aschach an der Donau wanderte sein Bergkamerad Klaus Müllner aus Lichtenberg mit ihm.
In Aschach überrascht
Besonders schön für Ilk: In Aschach wurde er von ehemaligen Bundesheer-Kollegen und Freunden überrascht, organisiert wurde das von seiner Lebensgefährtin Ursula Hahn. Die letzten Kilometer von Aschach nach Linz ließ es sich Ilks Familie – Partnerin, Töchter und Schwiegersöhne – nicht nehmen, ihn bis zum Ziel Linz zu begleiten.
Anstrengende Hitze
Herausfordernd für Ilk war während des 13-tägigen Marsches vor allem die Hitze, wie er erzählt. „Damit verbunden die Last des Trinkwassers war herausfordernd, da es mehrere Tage keine Wasserversorgung an der Strecke gab.“
Ilk trat seinen Dienst in Ulm im April 2014 an, wo er im sogenannten „Community Office“ tätig war. Dabei handelt es sich um einen Betreuungsdienst für die Kameraden aus anderen Ländern.


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