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OÖ. Hervorragende Projekte wurden im Haus der Ingenieure in Wien mit dem Österreichischen Jugendpreis 2018 ausgezeichnet. Einen der begehrten Preise holte sich die Landjugend OÖ mit dem Projekt „Zeitensprünge – Jugend Einst & Jetzt.

  1 / 2   V. l.: GF LJ OÖ Stefanie Schauer, Jugendministerin Julian Bogner-Strauß, OÖ Landesmuseum Thekla Weissengruber und Landjugend OÖ Manuel Lanzerstorfer Foto: Andy Wenzel

Insgesamt 153 Projekte wurden bei der 3. Auflage des Jugendpreises in den Kategorien „nationale Jugendarbeit“, „eure Projekte“, „digitale Jugendarbeit“ und „europäische Initiativen“ eingereicht. Die Landjugend OÖ wurde in der Kategorie „nationale Jugendarbeit“ mit dem Jugendpreis ausgezeichnet. „Der Preis soll die Vielfalt des heimischen Jugendsektors hervorheben und die Leistungen für eine breite Öffentlichkeit sichtbar machen“, so Jugendministerin Juliane Bogner-Strauß.

Ausstellung im Sumerauerhof

Anlässlich des Gedenkjahres 2018, wurde gemeinsam mit dem OÖ Landesmuseum die Ausstellung im Sumerauerhof in St. Florian bei Linz organisiert. Dabei setzten sich die Landjugendlichen mit der Jugend von Einst & Jetzt auseinander. Aufgabe war es, Großeltern, Bekannte und Verwandte vergangener Generationen zu ihrem Alltag zu befragen, um so die Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte zu begreifen. Diese Geschichten und Erkenntnisse wurden festgehalten, um sie mit den heutigen Generationen zu teilen beziehungsweise den heutigen Gegebenheiten als Zeitensprünge gegenüberzustellen.

Wir gingen hauptsächlich barfuß zur Schule, da wir nur ein Paar Schuhe hatten und dieses zog man nur zu besonderen Anlässen an. Wenn es in der Früh schon gereift hat, ging ich noch immer barfuß. Einen Schulbus hatten wir nicht.“ (Hilda K., geb. 1929, Ried/Traunkreis)

„Da war so eine große Luckn im Dach und da hat“s so fest gschneit, dass mich die Schneeflocke im Gsicht erwischt hat.“ (Maria M., geb. 1947, Tiefgraben)

„Nach dem Heldentod eines Familienvaters war es in Pettenbach üblich, den hinterbliebenen Kindern von gefallenen Soldaten einen Schlitten zu schenken. Wir hatten viel Spaß mit dem Schlitten. Anscheinend hatte so etwas nicht jeder.“ (Alfred L, geb. 1934, Pettenbach)

Diese und andere Zitate aus 36 Zeitzeugengesprächen aus ganz Oberösterreich, erhoben von Mitgliedern der Landjugend, waren das Ergebnis. „Durch so ein Gespräch mit den Großeltern wird einem wieder bewusst, wie selbstverständlich für uns eine sorgenfreie und unbeschwerte Kindheit ist. Man muss sich immer wieder vor Augen führen, dass der Krieg noch nicht sehr lange her ist, in den Wurzeln unserer Großeltern noch stark verankert ist und meine Generation sich glücklich schätzen kann, nein sogar muss, in einer friedlichen Zeit aufgewachsen zu sein“, blickt Interviewerin Angelika zurück. 

Die gesammelten Erlebnisse, Erfahrungen und Lebenserinnerungen vergangener Generationen wurden für die Ausstellung mit dem Titel „Zeitensprünge. Jugend Einst & Jetzt. 100 Jahre Oberösterreich“ im Freilichtmuseum Sumerauerhof als Leitfaden genutzt. Thematisch wurden die Bereiche Familie, Haushalt und Erziehung, Ernährung und Kleidung, Feste und Feiern, Kindergarten und Schule sowie Freizeit, Kommunikation und Mobilität, Wohnwelt, Spielwelt und Arbeitswelt behandelt. Die vergangenen 100 Jahre bildeten den zeitlichen Längsschnitt bis in die Gegenwart. Wichtig war es der Landjugend auch, sich mit der eigenen Geschichte, das heißt mit der Geschichte der Landjugend OÖ und mit der landwirtschaftlichen Ausbildung auseinanderzusetzen. Die Dinge des Alltags von einst stehen so im Vergleich zu jetzt und zeigen dabei sehr anschaulich die Zeitensprünge auf.

Aufgrund des großen Erfolges wird die Ausstellung „Zeitensprünge – Jugend Einst & Jetzt“ im Freilichtmuseum Sumerauerhof auch 2019 zu sehen sein.


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