Landwirtschaftskammerpräsidentin appelliert an Elmberger Schüler: „Traut euch etwas zu!“
LINZ. Die nicht alltägliche Gelegenheit, mit der österreichweit ersten Frau an der Spitze einer Landwirtschaftskammer ins Gespräch zu kommen, erhielten Schüler der HBLA Elmberg für Landwirtschaft und Ernährung. Bei einem Vortrag steckte die leidenschaftliche Bäuerin und Politikerin Michaela Langer-Weninger die Schüler spürbar mit ihrer Motivation und Begeisterung für ihren Beruf und die Landwirtschaft an.

Michaela Langer-Weninger schilderte zunächst ihren Werdegang in der Politik. Dabei stärke ihr ihre Familie – Langer-Weninger ist Mutter dreier Kinder – den Rücken, um ihre Position als Kammerpräsidentin und Landtagsabgeordnete ausüben zu können. Nicht nur einmal betonte sie, wie notwendig es sei, sich als Frau in der Politik zu engagieren. Sie appellierte besonders an die zukünftigen Absolventinnen Verantwortung im öffentlichen Leben zu übernehmen und sich etwas zuzutrauen.
Die Kammerpräsidentin erklärte natürlich auch die Aufgaben der Landwirtschaftskammer als Interessensvertretung der Landwirte und potentiellen Dienstgeber für die Schüler. Sie unterstrich den hohen Standard der österreichischen Lebensmittelproduktion, forderte aber zugleich, dass dieser auch für importierte Produkte gelten müsse. Darüber hinaus äußerte sie sich zum Klimawandel und argumentierte, dass die Landwirtschaft – entgegen andersartiger Behauptungen – kein Teil des Problems, sondern ein Teil der Lösung sei, da sie durch die Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen und die damit verbundene Bindung von CO2 einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Klimas leiste.
Bei der abschließenden Diskussion gab die seit Juni 2019 amtierende Kammerpräsidentin noch Antworten auf die Fragen der Schüler etwa zur Pflichtmitgliedschaft, zu Glyphosat, den aktuellen Protesten der Landwirte oder zur Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln.


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