Neue 4x1-Regel erlaubt Spitalbesuche ab 5. Juni

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Bianca Padinger Bianca Padinger, Tips Redaktion, 01.06.2020 22:14 Uhr

LINZ. Unter Einhaltung klarer Maßnahmen werden mit 5. Juni die Besuchsregeln in den heimischen Spitälern gelockert. Die sogenannte 4x1-Regel erlaubt es, dass ein Patient täglich für eine Stunde Besuch empfangen darf.  (1 Patient, 1 Mal täglich, 1 Stunde, 1 Besuchsperson)

Die „4x1-Regel“ ist leicht zu merken und wird daher in allen oberösterreichischen Spitälern umgesetzt werden. Konkrete Zeiten, wann der Besuch erfolgen darf, werden die Spitäler noch festlegen. Die Besuchsmöglichkeiten werden aber in den Nachmittagsstunden sein.

„Es ist uns klar, dass wir im sensiblen Spitalsbereich weiterhin entsprechende Schutzmaßnahmen brauchen, um diese kritische Infrastruktur bestmöglich zu schützen. Gleichzeitig wollen wir aber die Besuchsmöglichkeiten von stationären Patienten, von Kindern und auf unseren Geburtenstationen lockern. Dies ist unter Einhaltung von klaren Regeln möglich“, betont Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander.

Es sei davon auszugehen, dass die Corona-Pandemie – zumindest bis zur Entwicklung eines Impfstoffes – unser ständiger Begleiter bleiben wird. Die bestimmten Regelungen zur Eindämmung des Virus seien vor allem für Spitäler besonder wichtig, heißt es in einer Aussendung vom Land OÖ.

Neue Regeln für Besuche von Kindern und im Bereich der Geburtshilfe

Der Besuch von Kindern wird ebenso gelockert. Ab dem 5. Juni dürfen beide Eltern die Kinder besuchen, allerdings nicht gleichzeitig, sondern abwechselnd unter den vorhin erwähnten Bedingungen: Einmal täglich für eine Stunde. Auch für frischgebackene Väter gibt es eine Lockerung der Besuchsregelung: Durften Sie bisher nach der Entbindung nicht mehr auf Besuch kommen, werden auch hier die neuen Regeln gelten. Sie dürfen Mama und Kind einmal täglich für eine Stunde besuchen.

Schleuse bleiben aufrecht

Die Schleusen vor den Kliniken, die der Sicherheit aller Patienten und des gesamten Gesundheitspersonals dienen, bleiben bestehen. Patienten werden in den Schleusen auf Symptome untersucht und befragt, bevor sie das Klinikum betreten können.

Ambulanzbetrieb unverändert: Terminvereinbarung, Abstand halten, pünktlich sein

Auch der Ambulanzbetrieb unterliegt weiterhin den festgelegten Regeln: Vor einem Ambulanzbesuch ist eine Terminvereinbarung erforderlich. Im Wartebereich müssen die Abstandsregeln von mindestens 1.5 Metern eingehalten werden, weswegen die Anzahl der Patienten in den Ambulanzen sehr genau geplant werden muss. Die Patienten werden dringend aufgefordert, ihren Termin pünktlich einzuhalten, um die Wartezeiten möglichst kurz zu halten. Bei Betreten des Klinikums erhalten die Patienten bei der Schleuse eine Schutzmaske, die sie beim Verlassen des Klinikums wieder abgeben können. Händedesinfektion ist unabdingbar - entsprechende Desinfektionsmittel stehen in den Kliniken zur Verfügung.

„Gemeinsames Ziel aller oberösterreichischen Spitalsträger ist es, für die Patienten und unsere Mitarbeiter weitestgehend zu einem Normalbetrieb in der Spitalsversorgung unter klaren Regeln zu kommen. Wir bedanken uns vielmals für das Verständnis unserer  Patienten und für das großartige Engagement unserer Mitarbeiter“, so Franz Harnoncourt, Vorsitzender der Geschäftsführung der OÖ Gesundheitsholding, und Peter Ausweger, Sprecher der OÖ Ordensspitäler.

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