Carsharing: Linzer Mobilitätsangebot „tim“ im Tips-Test
LINZ. Seit Herbst 2019 gibt es in Linz als alternative Mobilitätslösung „tim – täglich intelligent mobil“. Tips hat das System getestet.

Seit September gibt es das Mobilitätsangebot „tim – täglich intelligent mobil“ auch in Linz. Im Mittelpunkt von „tim“ stehen Mobilitätsknoten, „tim-Standorte“, die neben bestehenden Öffi-Angeboten auch Radabstellplätze, stationäres (E-)Carsharing, öffentliche E-Ladestationen und einen Mietwagen für längere Fahrten beinhalten. Gestartet ist das Angebot in Linz mit zwei Mobilitätsknoten – einer am Hauptplatz, einer bei der Linz AG Zentrale an der Wiener Straße. Noch im Spätherbst ist ein Mobilitätsknoten an der JKU hinzugekommen. Ein weiterer bei der Tabakfabrik folgte im Mai. Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen für den fünften tim-Standort in Linz „Grüne Mitte“. Die Eröffnung steht praktisch vor der Tür und soll bis Anfang Juli erfolgen. „Der neue Standort in der Grünen Mitte wird dieselbe Ausstattung haben wie die bereits bestehenden Standorte“, so die Linz AG. Als nächste Schritte werden weitere mögliche Standorte im Linzer Stadtgebiet evaluiert. Denn 2020 und 2021 sollen noch vier weitere umgesetzt werden.
Einfache Anmeldung
Doch wie funktioniert tim nun genau? Als ersten Schritt gilt es, sich anzumelden. Das erfolgt nach Terminabsprache bei einem persönlichen Termin. Der erste Versuch – Anrufen und einen Termin ausmachen – scheitert. Denn: Am Abend, außerhalb der Öffnungszeiten ist klarerweise niemand erreichbar. Dann eben anders: Auch per Internet ist eine Voranmeldung möglich. Die Rückmeldung kommt prompt am Tag darauf. Der Termin ist schon zwei Tage später, um 8 Uhr morgens vor der Arbeit – wie gewünscht.
Zwei Tage später beim „tim“-Servicecenter: Eine „tim“-Mitarbeiterin gibt nochmal einen Überblick über das System und die Kosten, die beim Ausleihen eines Autos entstehen. Dann legt sie die Kundenvereinbarung auf den Tisch. Gemeinsam wird diese durchgeschaut, erklärt und alle Fragen beantwortet. Nachdem alles klar ist, folgt der Vertragsabschluss und eine kurze Probefahrt mit einem der Carsharing-Autos, einem E-Golf. Soweit alles perfekt.
Aufsperren, abstecken, fahren
Die „Härteprobe“ erfolgt jedoch am Wochenende darauf: Zum ersten Mal selbst ein Auto ausborgen. Dafür muss man sich erst einmal auf der „tim“-Seite einloggen. Das Reservieren des Autos auf der Seite ist relativ selbsterklärend und funktioniert auch ohne Unterstützung der netten Mitarbeiterin problemlos. Ebenso das Wegfahren: Das Auto – welches in tadellosem Zustand ist – aufsperren, ausstecken und losfahren. Drei Stunden später: Prüfen, ob beim Auto alles passt, anstecken, zusperren und auf der Homepage die Fahrt beenden. Feedback: „Alles super!“


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