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Volkshilfe gewinnt für „dUNDu Plus“ den Integrationspreis der Stadt Linz

Nora Heindl, 01.07.2020 14:15

LINZ. Für ihr Projekt „dUNDu Plus“ wurde die Flüchtlings- und Migrantenbetreuung GmbH der Volkshilfe OÖ mit dem „Preis für Integration“ ausgezeichnet.

  1 / 2   Timo Sigl mit Nasim, für den der Student im Jahr 2015 eine Patenschaft übernommen hat. (Foto: Privat)

Behördengänge, tägliche Erledigungen, Kontakte zu Schulen und Unternehmen aufbauen – was den meisten von uns keine Probleme bereitet, kann für asylberechtigte Flüchtlinge zur großen Herausforderung werden. Hier setzt das Volkshilfe-Projekt „dUNDu Plus“ an, bei dem es um Werteorientierung und Integrationsbegleitung für Asylberechtigte/Subsidiär Schutzberechtigte und Personen mit Migrationshintergrund durch Freiwillige geht.

In-Haus-Projekt stellt Weichen zur ersten eigenen Wohnung

„Für viele geflüchtete Menschen ist es nicht einfach, nach dem Auszug aus dem betreuten Quartier Fuß zu fassen und sich rasch zu integrieren. Schließlich sind sie von einem Tag auf den anderen beinahe auf sich selbst gestellt“, sagt Timo Sigl. Der Student engagiert sich seit 2015 in der Flüchtlings- und Migrantenbetreuung der Volkshilfe, aktuell hilft er ehrenamtlich beim In-Haus-Projekt mit. Mit diesem Projekt stellt die Volkshilfe für Menschen mit Migrationshintergrund die Weichen zur ersten eigenen Wohnung. In den Übergangswohnungen werden durch sozialpädagogische Betreuung und Unterstützung die Wohn- und Lebensverhältnisse der Bewohner stabilisiert.

„Ich besuche alle zwei Wochen gemeinsam mit einem Partner oder einer Partnerin aus dem Freiwilligen-Team das Wohnhaus und bin dann Ansprechpartner für die Bewohnerinnen und Bewohner“, erklärt Sigl. Einige ihrer Fragen, Probleme und Sorgen könne man als Freiwilliger vor Ort beantworten und lösen, „knifflige“ Angelegenheiten leite man an die Sozialpädagogischen Betreuerinnen und Betreuer der Volkshilfe weiter. „Auch wenn wir nicht sofort helfen können, freuen sich die Bewohnerinnen und Bewohner, dass wir ihnen ein offenes Ohr schenken. Und bei uns wiederum ist die Freude groß, wenn es für die Integration so wichtige Erfolge wie einen gefundenen Job oder eine bestandene Prüfung zu feiern gibt“, sagt Timo Sigl.  

In Workshops Wissen vermitteln

Im In-Hause Projekt engagiert ist auch Lisa Kaum. Die 23-Jährige stieß im Sommer 2019 zum Freiwilligen-Team und unterstützt seither asylberechtigte Bewohnerinnen und Bewohner bei deren Integrationsprozess. „Dabei geht es nicht nur um die Sprache, sondern auch um das Vermitteln solcher Selbstverständlichkeiten wie richtige Mülltrennung oder Brandschutz“, sagt die Linzerin. Mit diesen und anderen Gepflogenheiten unserer Gesellschaft vertraut gemacht werden die Flüchtlingen in einem eigens konzipierten Workshop, der Corona-bedingt erst im Herbst starten wird. „Und im weiteren Verlauf planen wir einen Workshop mit Informationen und Tipps zum Thema Wohnen.“

 Preisverleihung auf September verschoben

Der Preis „Stadt der Vielfalt“ bündelt seit fünf Jahren die Potenziale des ehemaligen „Integrationspreises“ sowie des Preises „Stadt der Kulturen“. 2020 wurde erneut nach innovativen Projekten gesucht, die den Zugang zu verschiedenen Kulturen sowie deren Vernetzung in Linz stärken. Insgesamt 24 Projekte wurden in den drei Kategorien „Preis für Integration“, „Preis für Interkulturalität“ und „Preis für Interkulturelle Kinder- und Jugendintegrationsarbeit“ eingereicht und bewertet. Eine vierköpfige Jury wählte die Preisträger aus, die für Mai geplante Preisverleihung wurde auf September verschoben.


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