Anfragen an AK-Rechtsschutz mit Coronakrise massiv gestiegen
LINZ/OÖ. Auch bei der AK in Linz machte sich die Coronakrise bemerkt. So gab es viele rechtliche Unsicherheiten - die Zahl der Anfragen diesbezüglich stieg enorm.

„Die Telefonanrufe sind fast ums Doppelte gestiegen“, resümiert Ernst Stummer, Leiter des AK-Rechtsschutzes. Von 1. Jänner bis 11. März versichnete die Ak in 2,5 Monaten 37.515 Anrufe. Ab Verkündung des Shutdowns bis Ende April in 1,5 Monaten waren es 44.353. In der „heißen Phase“ riefen durchschnittlich 1.267 Personen bei der AK-Rechtsberatung an. „Das sich fast stündlich die Vorraussetzungen geändert haben, war aber eine riesige Herausforderung“, so AK-Präsident Johann Kalliauer. Zu Beginn der Krise ging es dabei in erster Linie um die Themen Kündigung und Kurzarbeit. „Es war wichtig und richtig die Kurzarbeitsregelung zu machen“, berichtet Kalliauer. Dennoch sorgte diese auch bei Arbeitnehmern für Verunsicherung. „Ein großes Thema war da auch Urlaub zu verbrauchen.“ Ebenso gab es viele Anfragen rund um die Kinderbetreuung. „Das hat die Eltern vor riesen Herausforderungen gestellt. Zu letzt, ab Mitte Juni, standen arbeitsrechtliche Fragen rund um Urlaubspläne im Ausland im Fokus der Beratungen. „Wenn solche Themen aufpoppen, dann steigen die Anfragen wieder an“, erzählt Stummer. „Jetzt werden die Lohnzeiträume der Kurzarbeit abgerechnet. Das ist die nächste Welle, die wir erwarten“, so Kalliauer. Mit dem Auslaufen der derzeitigen Kurzarbeitsregelung im Herbst rechnet man mit einer weiteren Anfrage-Welle.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden