Weitere 50 Intensivbetten für Covid-Patienten, neue Teststrategie in OÖ
OÖ. Weiter stark steigend ist die Zahl jener Covid-Erkrankten, die eine Intensivbehandlung benötigen. In den Spitälern in OÖ wird daher die Intensivbetten-Versorgung um weitere 50 Betten umgebaut. 300 Intensivbetten stehen zur Verfügung, 150 davon werden für Covid-Patienten verwendet. Zudem wird der Schwerpunkt der Teststrategie in OÖ geändert.

„Auf den enormen Anstieg an Covid-19-Infizierten in den vergangenen Wochen und Tagen, haben Oberösterreichs Krankenhäuser bereits reagiert und eine Anzahl von 100 Betten mit Beatmungsmöglichkeit – sprich Intensivbetten - für Corona-Fälle vorgehalten. Zudem werden aufgrund der Infektionszahlen geplante Eingriffe zurückgefahren. Akute und dringliche Eingriffe werden weiterhin durchgeführt. Da der Anstieg an Corona-Patienten, vor allem auch jene, die eine Intensivbetreuung benötigen, nicht nachlässt, bauen die Spitäler weitere 50 normale Plätze zu Intensivplätzen um – von 250 auf 300. Davon werden die Hälfte, also 150 Intensivbetten für Covid-19-Infizierte vorgehalten“, erläutert Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander.
Neue Teststrategie, um Infektionsketten nachzuvollziehen
Um möglichst alle Infektionen nachverfolgen zu können, werde die Teststrategie umgestellt, kündigt Haberlander an. Demnach werden weiterhin alle Personen getestet, die sich mit Symptomen unter der Nummer 1450 melden und als Verdachtsfall gelten. Auch bei den Testungen in den sensiblen Bereichen ändert sich nichts. Es gelte hier, die Wartezeiten zu reduzieren und möglichst rasch Betroffene abzusondern. Um diese Priorisierung zu erleichtern wird gleichzeitig das Testsystem der Kontaktpersonen der Kategorie 1 umgestellt. Da diese Personen unabhängig von einem positiven oder negativen Testergebnis in Quarantäne müssen, werden maximal Kontaktpersonen mit Symptomen getestet. Kontaktpersonen ohne Symptome werden nicht mehr getestet.
Positive Antigen-Tests anerkennen
Wesentlich zur Präzisierung würde auch die Anerkennung von positiven Antigen-Tests ohne nachfolgenden PCR-Test bei symptomatischen Personen beitragen, so Haberlander. „Hier laufen bereits gute Gespräche mit dem Bundesministerium für Gesundheit, die Ergebnisse dieser Tests anzuerkennen und so für eine Entlastung zu sorgen.“
Haberlander appelliert einmal mehr, die Situation ernst zu nehmen. „Die besten Regeln helfen nicht, wenn sich die Menschen nicht daran halten. Ich appelliere nochmals und eindringlich an alle Oberösterreicher: Die Lage ist ernst, sogar sehr ernst. Halten wir die Maßnahmen ein, tragen wir Masken, halten wir Abstand – so halten wir zusammen“, so die LH-Stellvertreterin, die sich bei allen Mitarbeiterin in den Spitälern sowie in den Behörden und den Krankenhausträgern für den Einsatz und Zusammenhalt bedankt.


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