Linzer Domkrippe erstrahlt bald in altem Glanz
LINZ. In der Krypta des Linzer Mariendoms befindet sich eine der größten Krippen weltweit. Nach über 100 Jahren wird diese nun erstmals gereinigt und restauriert.

In der Krypta des Mariendoms steht die Linzer Domkrippe. Sie gehört weltweit zu den größten Krippen, die es gibt. Sie wurde von Max Schlager entworfen. Die Figuren wurden vom Münchner Künstler Sebastian Osterrieder 1907 bis 1909 geschaffen. Die Krippenbauten wurden vom Tischler Franz Koch und vom Bildhauer Karl Mayr gefertigt. Die Fassung – also die farbliche Gestaltung der Figuren – stammt von Franz Klambauer in Linz. 2020 wurde festgestellt, dass erstmals seit 100 Jahren umfangreiche konservatorische und restaurative Arbeiten notwendig sind. Diese sind im Frühjahr gestartet und sind nun im Gange, bevor sie aufgrund der Winterlichen Temperaturen pausieren müssen. „Die Schafe sind schon fertig“, schmunzelt Ilse Prenner, vom Atelier Prenner & Scheel das mit der Konservierung und Restaurierung der Figuren beauftragt ist. Der Großteil der Arbeit geschieht dabei im Atelier in Wien. An der prachtvollen Gloriole jedoch muss vor Ort gearbeitet werden, da diese nicht transprotiert werden kann. Schon für eine sichere Aufbewahrung im Dom musste ein eigenes Gerüst gebaut werden, in dem das Kunstwerk nun „schwebt“. Auch an den Krippenbauten wird vor Ort gearbeitet. Vorsichtig werden die aus Kork bestehenden Bauten gereinigt. „Das ist eigentlich in den letzten 100 Jahren nicht gereinigt worden“, erzählt Petra Fröger vom Atelier für Restaurierung. „Es gibt Bereiche die sind sehr stark zerfressen.“ Diese werden mit Korkmehl oder altem Kork ergänzt.


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