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OÖ. Mit 17. November wird der Unterricht für alle Schüler auch in Oberösterreich auf Distance Learning umgestellt. Das Land Oberösterreich hat eine einheitliche Lernplattform, einen Leihgerätepool und eine Hotline eingerichtet. Seit 3. November befinden sich bereits die Oberstufen im Distance Learning. In Oberösterreich werden somit ab Dienstag wieder alle 200.000 Schüler zu Hause unterrichtet.

 (Foto: Chaay_Tee/Shutterstock.com)
(Foto: Chaay_Tee/Shutterstock.com)

„Wir wissen, dass diese Maßnahme für viele Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher sehr herausfordernd ist. Kinder und Jugendliche, Väter und Mütter, Lehrerinnen und Lehrer, sie alle haben unsichere und schwierige Monate hinter sich. Dennoch sind wir zuversichtlich, dass die Umstellung auf Distance Learning beitragen wird, den Anstieg der Corona-Infektionen zu dämpfen“, betonen Bildungsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander und Bildungsdirektor Alfred Klampfer.

Schule für alle, die sie brauchen, offen

Eine große Anzahl an Kindern wird zu Hause betreut werden können. Wie zuvor schon der Bund unterstreichen auch Haberlander und Klampfer: „Wenn in einer Familie der Bedarf da ist, dass die Schülerin bzw. der Schüler in die Schule gehen soll, wenn eine Betreuung zu Hause nicht möglich oder nicht ideal ist – dann ist die Schule offen. Die Gründe, warum dieser Weg gewählt wird, sind für die Betreuung nicht ausschlaggebend. An dieser Stelle auch unser Appell an die Eltern, die Pädagogen so gut wie möglich zu unterstützen und den Bedarf an Kinderbetreuung an den jeweiligen Standorten einzumelden, sodass die Planung darauf aufbauend gemacht werden kann.“

Möglich ist es auch, das Pädagogen einzelne Schüler in die Schule einladen, wenn etwa die Förderung nicht gefährdet werden soll. Auch wenn Schüler den Eindruck haben, in der Schule besser dem Unterricht folgen zu können, dürfen sie an der Schule sein.

Auf Umstellung vorbereitet

An den Schulen in Oberösterreich sind seit Schulbeginn eigene Krisenteams installiert. Es sind Vorbereitungsarbeiten für eine mögliche Umstellung auf Distance Learning gelaufen. So wurden die Lern- und Kommunikationsplattformen vereinheitlicht. Bei Volksschulen werden zudem auch wieder Arbeitspakete angeboten. „Unser Dank gilt allen Mitgliedern in den Krisenteams sowie den Schulleitern sowie allen Pädagogen. Auch wenn wir uns alle diesen Lockdown nicht gewünscht haben, wurden an den Schulen schon vorab Vorbereitungen dafür getroffen“, so Haberlander und Klampfer.

Zudem wurden Leihgeräte - 150 Laptops und Tablets - vom Land OÖ angekauft, für jene, die solche benötigen. Der Bedarf ist in der Schule zu melden.

Für alle Pflichtschulen stellt das Land OÖ seit Schulbeginn eine eigene kostenlose Lernplattform (Moodle) zur Verfügung. Dadurch können Schulen verschiedene Inhalte zentral bereitstellen, mit den Schülern interagieren und kommunizieren, interaktive Übungen umsetzen und verschiedene organisatorische Aufgaben erledigen. Die Schule selbst kann die Plattform nach ihren Bedürfnissen administrieren und befüllen. Die technische Betreuung von „Lernplattform OÖ“ wird durch die Education Group, der Bildungsagentur des Landes OÖ, übernommen.

Betreuung auch in Kindergärten

Versichert wird auch, dass auch in den Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen eine Betreuung angeboten wird, für jene, die sie brauchen. „Für all jene, die keine Möglichkeit haben, die Kinder zu Hause zu betreuen, wird es selbstverständlich in den kommenden Wochen Betreuungsangebote für die Kinder in den Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen geben. Wir bitten alle Eltern um ihr Verständnis, wir tun alles, um die Einrichtungen offenzuhalten“, so Haberlander und Klampfer.

Hotline

Bei offenen Fragen können sich Eltern, Lehrkräfte sowie Schüler an das Krisen- und Kommunikationsteam der Bildungsdirektion unter Tel. 0732/7071-4131 oder -4132 von Montag bis Freitag von 7.30 bis 18 Uhr wenden.


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