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Online Redaktion, 07.02.2021 14:22

WIEN/OÖ. Der nationale Impfplan wurde überarbeitet. Zum Ärger der Feuerwehren fehlen diese nun in der Priorisierung.

 (Foto: Volker Weihbold)
(Foto: Volker Weihbold)

Der nationale Impfplan des Gesundheitsministeriums schreibt vor, in welcher Phase welche Personen und Berufsgruppen für die Covid-Impfung vorgesehen sind.

Zu Beginn wurde die Feuerwehr zur kritischen Infrastruktur gezählt und in Phase 2 des Impfplans berücksichtigt. Im nunmehr überarbeiteten Impfplan wird nun aber kein Bezug mehr zur Feuerwehr hergestellt. Auch die Gruppe der kritischen Infrastruktur sei in dieser Form entfallen, so Österreichs Feuerwehrpräsident Albert Kern. „Zur Unterstützung der Massentests rückten rund 30.000 Feuerwehrmitglieder österreichweit aus, um logistisch zu unterstützen und einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen, dafür waren wir gut genug. Nun werden wir still und heimlich aus dem Impfplan gestrichen und nicht einmal mehr in der Phase 3 erwähnt. Diese Entscheidung kann ich weder verstehen noch akzeptieren“, findet Kern klare Worte.

Klinger: „Wahrlich unverständlich“

„Dass jetzt die Feuerwehren, die immer parat sind, wenn der Hut brennt und unter großem persönlichen Einsatz einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit leisten nun nicht die Möglichkeit einer vorgezogenen freiwilligen Impfung haben, ist wahrlich unverständlich. Jene, die das Wohl der Allgemeinheit vor das eigenen stellen und bei Bränden, Unfällen und ähnlichen Ereignissen helfen und retten, nun nicht mit Priorität zu impfen, halte ich für unverantwortlich“, so auch der für die Feuerwehren zuständige Landesrat Wolfgang Klinger.

Köstinger: „Unverzichtbare Stützen“

Die für Ehrenamt und Regionen zuständige Ministerin Elisabeth Köstinger versichert, dass Angehörige der Feuerwehr, die bei Test- oder Impfstraßen im Einsatz sind, im Rahmen der Priorisierung – so wie das Gesundheitspersonal - bereits vorzeitig geimpft werden.“ Die Feuerwehr in ihrer Gesamtheit werde darüber hinaus, gemeinsam mit anderen Einsatzorganisationen, prioritär behandelt und dementsprechend im Impfplan berücksichtigt. „Absoluten Vorrang haben allerdings jetzt ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, die besonders schutzbedürftig sind, weil bei ihnen in vielen Fällen Ansteckungen zum Tod führen können“, so Köstinger.


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