Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Online Redaktion, 09.03.2021 13:13

OÖ. In Oberösterreich sind die Corona-Impfungen der Mitarbeiter des Gesundheitswesens nahezu abgeschlossen, teilt das Land OÖ am Dienstag mit. Rund 24.500 Vollimmunisierungen und rund 27.000 Erstimpfungen im Gesundheits- und Sozialwesen wurden bislang durchgeführt.

Symbolfoto (Foto: Rom Chek/Shutterstock.com)
Symbolfoto (Foto: Rom Chek/Shutterstock.com)

Mit Ende Februar wurde in Oberösterreich die Impfung im Bereich der niedergelassenen Ärzte abgeschlossen, 2.052 Mediziner wollten sich impfen lassen. Damit haben neben dem niedergelassenen Bereich, wie auch Zahnärzten, mehr als 22.500 Mitarbeiter sowie betreuende Ärzte der Alten und Pflegeheime die Erst- und Zweitimpfung erhalten. Etwa 17.500 Mitarbeiter der Spitäler, mehr als 5.000 Personen des Rettungswesens sowie auch über 4.500 Personen des Ordinations-Personals wurden erstimmunisiert und haben teilweise bereits die Zweitimpfung erhalten.

Hohe Durchimpfung in weiten Teilen des Gesundheitspersonals

Entsprechend der Vorgaben, wie mit Restdosen umzugehen ist, konnten bei der Impfung in Alters- und Pflegeheime auch schon viele niedergelassene Ärzte mitgenommen werden. Die 1.800 Impfdosen, die das Land OÖ für die niedergelassene Ärzte- und Zahnärzteschaft geplant hatte, wurde daher weiter für die Impfung bei den Spitalsärzten verwendet.

Vergangene Woche gab es weiters große Impfstofflieferungen an die Reha-Einrichtungen sowie an die Rettungsdienste. Oberösterreich sei damit an der Spitze, was die Durchimpfungsrate beim Gesundheitspersonal auf allen Ebenen betreffe, dort, wo es bisher noch nicht zu 100 Prozent geklappt habe, werde es Lösungen geben.

„Es freut mich, dass neben dem älteren und besonders schützwürdigen Teil der Bevölkerung vor allem auch die Impfung im Gesundheitswesen voranschreitet. Die Erst- und teilweise bereits Zweitimpfung in den Spitälern, beim Rettungsdienst sowie auch beim Ordinations-Personal, ist ein wichtiger Schritt, um vor allem auch jene zu schützen, die nahezu täglich mit dem Virus konfrontiert sind. Sehr erfreulich ist vor allem, dass alle niedergelassenen Ärzte, die das auch wollten, als regionale und wohnortnahe Partner bis Ende Februar die Erst- und Zweitimpfung gegen das Virus bereits erhalten haben“, so Gesundheits-Landesrätin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander.

Die niedergelassenen Ärzte starten unterdessen am 9. März mit der Impfung der Hochrisikopatienten.

Ärztekammer: „Pandemie braucht Flexibilität und Nervenstärke“

„Am Anfang war verständlicherweise die Angst der Kollegen und natürlich auch der Mitarbeiter in den Ordinationen wie auch in den Spitälern, dass sich eine Immunisierung vor einer möglichen dritten Welle, von der ich hoffe, dass diese uns erspart bleibt, nicht ausgehen würde, sehr groß. Die Immunisierung der Menschen im Gesundheitswesen war für die Verantwortlichen im Land und der Ärztekammer für OÖ stets Priorität 1. Diese Impfung wurde, trotz immer wechselnder Zusagen des Bundes hinsichtlich der Menge des Impfstoffes, bereits seit der zweiten Jännerwoche geplant und ich war mir sicher, dass das zu schaffen ist. Durch die hervorragende Zusammenarbeit auf regionaler Ebene ist es erfreulicherweise innerhalb kürzester Zeit gelungen, allen impfwilligen Ärzten – ohne Unterschied, ob niedergelassen oder im Spital tätig – Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Ich verstehe, dass es manchen trotzdem zu langsam gegangen ist, aber ich habe gelernt: Eine Pandemie braucht Flexibilität und Nervenstärke. So sind wir durch den großartigen Einsatz aller beteiligten Institutionen – von Land OÖ über die Bezirkshauptmannschaften bis hin zu jenen Kollegen, die sogar an den Wochenenden in den Impfstraßen in ganz Oberösterreich tätig waren – eines der ersten Bundesländer in ganz Österreich, in dem eine nahezu vollständige Durchimpfung aller impfbereiten Ärzte gelungen ist“, unterstreicht Peter Niedermoser, Präsident der Ärztekammer für OÖ.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Mobbing bei Kindern erkennen und handeln: Erziehungsimpulse liefern Tipps für Eltern

Mobbing bei Kindern erkennen und handeln: Erziehungsimpulse liefern Tipps für Eltern

LINZ. Wiederholte Ausgrenzung, Beschimpfungen und Demütigungen können Kinder schwer belasten. Bei den „Erziehungsimpulsen“ des OÖ Familienbundes ...

Tips - total regionalNora Heindl
Alkoholverbot am Linzer Hauptbahnhof soll ab März 2027 gelten

Alkoholverbot am Linzer Hauptbahnhof soll ab März 2027 gelten

LINZ. Ab 1. März 2027 soll am und rund um den Hauptbahnhof ein Alkoholverbot gelten. Begleitend sind soziale Angebote geplant. Auch Videoüberwachung ...

Tips - total regionalNora Heindl
Jugendservice Campus Linz zählt mehr als 7.000 Besucher im ersten Jahr

Jugendservice Campus Linz zählt mehr als 7.000 Besucher im ersten Jahr

LINZ. Der Jugendservice Campus in Linz zieht nach einem Jahr Bilanz: Mit rund 400 Veranstaltungen und mehr als 7.000 Besuchern zeigt sich der ...

Tips - total regionalLeitner Birgit
Klimastreik in Linz: Verkehrsbehinderungen erwartet

Klimastreik in Linz: Verkehrsbehinderungen erwartet

LINZ. Fridays For Future ruft am Freitag, 16. Oktober, von 16 bis 18 Uhr zum Klimastreik am Linzer Pfarrplatz auf. Verkehrsteilnehmer müssen ...

Tips - total regionalLeitner Birgit
JKU Linz vergibt Professuren an zwei Juristen und Ärztin

JKU Linz vergibt Professuren an zwei Juristen und Ärztin

LINZ. Sie lehren Steuerrecht und erforschen den Grünen Star: Die JKU hat zwei Juristen und eine Ärztin mit Professuren ausgezeichnet.

Tips - total regionalLeitner Birgit
Herta Steinbichl: ein Leben zwischen Pflege und Selbstfürsorge

Herta Steinbichl: ein Leben zwischen Pflege und Selbstfürsorge

LINZ. Seit einem Unfall ihres Mannes bestimmt die Pflege den Alltag von Herta Steinbichl. Die 64-jährige Pichlingerin weiß, wie schwer es sein ...

Tips - total regionalNora Heindl
Weitere Beiträge