Hohe Durchimpfung beim Gesundheitspersonals in OÖ
OÖ. In Oberösterreich sind die Corona-Impfungen der Mitarbeiter des Gesundheitswesens nahezu abgeschlossen, teilt das Land OÖ am Dienstag mit. Rund 24.500 Vollimmunisierungen und rund 27.000 Erstimpfungen im Gesundheits- und Sozialwesen wurden bislang durchgeführt.

Mit Ende Februar wurde in Oberösterreich die Impfung im Bereich der niedergelassenen Ärzte abgeschlossen, 2.052 Mediziner wollten sich impfen lassen. Damit haben neben dem niedergelassenen Bereich, wie auch Zahnärzten, mehr als 22.500 Mitarbeiter sowie betreuende Ärzte der Alten und Pflegeheime die Erst- und Zweitimpfung erhalten. Etwa 17.500 Mitarbeiter der Spitäler, mehr als 5.000 Personen des Rettungswesens sowie auch über 4.500 Personen des Ordinations-Personals wurden erstimmunisiert und haben teilweise bereits die Zweitimpfung erhalten.
Hohe Durchimpfung in weiten Teilen des Gesundheitspersonals
Entsprechend der Vorgaben, wie mit Restdosen umzugehen ist, konnten bei der Impfung in Alters- und Pflegeheime auch schon viele niedergelassene Ärzte mitgenommen werden. Die 1.800 Impfdosen, die das Land OÖ für die niedergelassene Ärzte- und Zahnärzteschaft geplant hatte, wurde daher weiter für die Impfung bei den Spitalsärzten verwendet.
Vergangene Woche gab es weiters große Impfstofflieferungen an die Reha-Einrichtungen sowie an die Rettungsdienste. Oberösterreich sei damit an der Spitze, was die Durchimpfungsrate beim Gesundheitspersonal auf allen Ebenen betreffe, dort, wo es bisher noch nicht zu 100 Prozent geklappt habe, werde es Lösungen geben.
„Es freut mich, dass neben dem älteren und besonders schützwürdigen Teil der Bevölkerung vor allem auch die Impfung im Gesundheitswesen voranschreitet. Die Erst- und teilweise bereits Zweitimpfung in den Spitälern, beim Rettungsdienst sowie auch beim Ordinations-Personal, ist ein wichtiger Schritt, um vor allem auch jene zu schützen, die nahezu täglich mit dem Virus konfrontiert sind. Sehr erfreulich ist vor allem, dass alle niedergelassenen Ärzte, die das auch wollten, als regionale und wohnortnahe Partner bis Ende Februar die Erst- und Zweitimpfung gegen das Virus bereits erhalten haben“, so Gesundheits-Landesrätin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander.
Die niedergelassenen Ärzte starten unterdessen am 9. März mit der Impfung der Hochrisikopatienten.
Ärztekammer: „Pandemie braucht Flexibilität und Nervenstärke“
„Am Anfang war verständlicherweise die Angst der Kollegen und natürlich auch der Mitarbeiter in den Ordinationen wie auch in den Spitälern, dass sich eine Immunisierung vor einer möglichen dritten Welle, von der ich hoffe, dass diese uns erspart bleibt, nicht ausgehen würde, sehr groß. Die Immunisierung der Menschen im Gesundheitswesen war für die Verantwortlichen im Land und der Ärztekammer für OÖ stets Priorität 1. Diese Impfung wurde, trotz immer wechselnder Zusagen des Bundes hinsichtlich der Menge des Impfstoffes, bereits seit der zweiten Jännerwoche geplant und ich war mir sicher, dass das zu schaffen ist. Durch die hervorragende Zusammenarbeit auf regionaler Ebene ist es erfreulicherweise innerhalb kürzester Zeit gelungen, allen impfwilligen Ärzten – ohne Unterschied, ob niedergelassen oder im Spital tätig – Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Ich verstehe, dass es manchen trotzdem zu langsam gegangen ist, aber ich habe gelernt: Eine Pandemie braucht Flexibilität und Nervenstärke. So sind wir durch den großartigen Einsatz aller beteiligten Institutionen – von Land OÖ über die Bezirkshauptmannschaften bis hin zu jenen Kollegen, die sogar an den Wochenenden in den Impfstraßen in ganz Oberösterreich tätig waren – eines der ersten Bundesländer in ganz Österreich, in dem eine nahezu vollständige Durchimpfung aller impfbereiten Ärzte gelungen ist“, unterstreicht Peter Niedermoser, Präsident der Ärztekammer für OÖ.


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