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Nächster Corona-Gipfel, Selbsttests in Teststraßen kommen - Update (10.15 Uhr)

Karin Seyringer, 06.04.2021 10:21

WIEN/OÖ/NÖ. Die Bundesregierung hat für Dienstag zu einem weiteren Covid-Gipfel gerufen, beraten wird wie gehabt mit Experten, der Opposition und den Landeshauptleuten. Im Lauf der Woche soll unterdessen die kontrollierte Anwendung von Corona-Selbsttests in den Teststraßen starten. Update: Gesundheitsminister Anschober ist krankheitsbedingt beim Gipfel nicht vertreten.

Bundeskanzler Sebastian Kurz vor Presse - Archivbild (Foto: BKA/Christopher Dunker)
Bundeskanzler Sebastian Kurz vor Presse - Archivbild (Foto: BKA/Christopher Dunker)

Der Zeitplan bleibt unverändert: Um 10.30 Uhr sind die Experten an der Reihe, um 11.30 Uhr wird mit den Oppositionsparteien gesprochen, ab etwa 13 Uhr sind dann auch die Landeshauptleute involviert. Für etwa 16 Uhr ist ein Pressestatement angekündigt.

Ob dabei eine mögliche Verlängerung des Ost-Lockdowns, weitere Verschärfungen für andere Bundesländer oder gar ein kompletter Österreich-Lockdown beschlossen wird bzw. ob es überhaupt zu Beschlüssen kommt, ist noch völlig unklar. Bundeskanzler Sebastian Kurz jedenfalls betonte in seiner Osteransprache, dass versucht werde, weiterhin mit den bereits bestehenden Maßnahmen auszukommen. Er setzt weiterhin auf regionale Maßnahmen, wo nötig.

Besprochen werden soll laut Medienberichten eine gegenseitige Hilfe der Länder bei der angespannten Situation auf den Intensivstationen.

Update: Anschober erkrankt

Gesundheitsminister Rudi Anschober fällt krankheitsbedingt beim Gipfel am Dienstag aus. Er sei nicht an Covid erkrankte, wird betont. Anschober wird beim Gipfel von Vizekanzler Werner Kogler vertreten. Schon Anfang März hatte sich der Gesundheitsminister für einen Check ins Spital begeben.

Selbsttests künftig in Teststraßen

Eine Änderung gibt es unterdessen demnächst bei der Teststrategie: Nach erfolgreiche Pilotversuch in Vorarlberg sollen demnächst in den Teststraßen unter kontrollierten Bedingungen auch Selbsttests angewendet werden, kündigt Gesundheitsminister Rudi Anschober an. Damit werde die Kapazität nochmals gesteigert.

„Österreich ist weltweit unter den Top-Drei-Ländern beim Testen und liegt etwa mehr als das Zehnfache über Ländern wie Deutschland. Damit erkennen wir früh leicht-symptomatische, präsymptomatische und asymptomatische Personen, die ansonsten nicht zur den Testungen gegangen wären und können sie aus dem Infektionszyklus herausholen. Nun können wir durch das Zulassen des 'Selbsttests' zur kontrollierten Anwendung in Teststraßen, unsere Kapazitäten noch einmal steigern. Im Laufe dieser Woche erfolgt die Zulassung in der Teststrategie und damit die flächendeckende Anwendungsmöglichkeit“, so Anschober.

Auch einen neuen Anlauf will Anschober in diesen Wochen starten, für die rechtliche Basis der wöchentliche Berufsgruppen- und Zutrittstests im Handel. Die Novelle des Covid-Maßnahmengesetzes dazu wurde zuletzt im Bundesrat blockiert und für acht Wochen verschoben. „Der Teil der Testungen müsste einen Konsens darstellen, daher wollen wir mit den wichtigsten Teilen der Novelle des Covid-19-Maßnahmengesetzes einen neuen Anlauf im Nationalrat für eine raschere Beschlussfassung starten“, so Anschober.


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