Öffnungen Mitte Mai: Niedermoser liegen Test-Regelungen "schwer im Magen"
OÖ. Kommende Woche, am 19. Mai, ist es nun tatsächlich endlich soweit. Auch Gastro, Tourismus, Kultur und Sport dürfen wieder öffnen - die Bundesregierung hat am Montag weitere Details bekannt gegeben. Die Öffnung sei natürlich Grund zur Freude, die Gültigkeit der Tests für den Zutritt liegen Peter Niedermoser, Präsident der Ärztekammer für Oberösterreich aber „schwer im Magen“ wie er sagt.

Geimpft, genesen, getestet – die „Drei G“ sind bekanntlich das Credo der Bundesregierung für die geplanten Öffnungsschritte. Ärztekammer OÖ-Präsident Peter Niedermoser ist aber nicht glücklich damit, dass ein Antigen-Test 48 Stunden lang Gültigkeit hat. „Dass Getestete mit Geimpften gleichgesetzt werden, ist bedenklich – vor allem, weil die Antigen-Schnelltests 48 Stunden gelten sollen. Wir haben bereits dargelegt, dass eine Gültigkeitsdauer von 24 Stunden wesentlich gescheiter wäre. Das würde die Sicherheit für alle Betroffenen erhöhen“, ist er überzeugt.
„Trügerische Sicherheit“
Auch die Gültigkeit von „Do-It-Yourself-Tests“, die jeder (unter Aufsicht) durchführen kann, sieht Niedermoser eher skeptisch: „Im Sinne der Gesamtgesundheit wäre es begrüßenswert, wenn die Tests auch wirklich ordentlich dokumentierbar und sachgemäß durchgeführt werden. Sonst bieten sie nur eine trügerische Sicherheit, auch wenn diese nur 24 Stunden Gültigkeit haben.“
Für Niedermoser ist es wichtig, trotz etwas mehr Normalität ab 19. Mai weiter vorsichtig zu sein, „denn das Virus ist ja nicht verschwunden. Deshalb sind die Öffnungen zwar natürlich positiv, aber es ist trotzdem notwendig, dass wir alle auch weiterhin nicht leichtsinnig werden.“


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