Aurelia Semperboni gewinnt Förderungspreis zum Thema „Familiengeschichte“
LINZ. Der in diesem Jahr zum ersten Mal vergebene Förderungspreis für Bildende Künstlerinnen zum Thema „Familiengeschichte“, geht an Aurelia Semperboni, Studentin an der Kunstuniversität Linz, Studienrichtung Plastische Konzeptionen / Keramik, für ihre Arbeit „BESTEMOR“. Zukünftig soll der mit 3.000 Euro dotierte Förderungspreis biennal vergeben werden und Nachwuchskünstlerinnen in ihrer weiteren künstlerischen Entwicklung unterstützen.

„Aurelia Semperboni thematisiert in einer Publikation die Arbeit der Großmutter, die Schneiderin war, und dokumentiert ihre Wiederaneignung durch die folgenden Generationen. Durch einen sehr durchdachten und konsequenten Einsatz künstlerischer Mittel wird der Betrachter animiert, eigene Familiengeschichten zu imaginieren und eröffnet damit einen Kosmos, der zwischen Modemagazin und Familienalbum angesiedelt ist“, begründet die Jury, bestehend aus Christa Zihlmann-Prameshuber (Stifterin), Hemma Schmutz (Direktorin, Lentos Kunstmuseum), Anna Jermolaewa (Professorin für Experimentelle Gestaltung, Kunstuniversität Linz) und Frank Louis (Vizerektor für Kunst und Lehre, Kunstuniversität Linz), ihre Wahl.
„BESTEMOR – Beste Mutter“ ist ein Bildband über die Kleidung der Großmutter der Künstlerin. Die Stücke wurden über Jahre hinweg „vermacht“. Manche Kleidungstücke wurden im Alltag getragen, andere aufbewahrt, manche restauriert. Zum Teil ist die Großmutter Erzeugerin, teilweise sind sie erworben und einige Geschenke. Zusätzlich zu den eher neutralen Abbildungen zeigt der Bildband Fotos der Großmutter in der jeweiligen Kleidung sowie Bilder der Künstlerin in den Erbstücken.


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