Es wird wieder an der Uhr gedreht
OÖ/NÖ. Es ist wieder so weit: Wie jedes Jahr wird am letzten Sonntag im Oktober die Uhr auf Winterzeit umgestellt. Die Uhr wird um eine Stunde zurückgestellt, um drei Uhr früh auf zwei Uhr. Zumindest rechnerisch kann man also eine Stunde länger schlafen.

Jedes Mal stellt man sich auch wieder die Frage: wird die Uhr vor oder zurückgestellt. Gute Eselsbrücken: „Im Frühjahr kommen die Gartenmöbel vors Haus und im Herbst wieder zurück ins Haus“, oder „im Frühjahr muss man früher aufstehen.“
Zeitumstellung gut schaffen
Wie geht man am besten mit der Zeitumstellung umgeht, was diese mit dem Körper mach, weiß Mediziner Dietmar Schafelner, Fachgruppenvertreter Neurologie der Ärztekammer für OÖ. „Bereits die Tage zuvor sollte man immer ein wenig früher ins Bett gehen, zehn bis 15 Minuten pro Tag genügen hier bereits. Innerhalb weniger Tage ist die Zeitumstellung dann quasi für den Körper erledigt.“ Das Gleiche gelte für Kinder und auch bei Haustieren.
Die Zeitumstellung wirkt sich auf den Körper aus. „Wenn man den Körper nicht langsam umstellt, dann kann das zu schlechtem Einschlafen führen. Auch vermehrte Tagesmüdigkeit kann auftreten, dazu sind Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen möglich. Aber im Grunde ist die Zeitumstellung im Herbst ohnehin einfacher zu bewältigen, weil wir hier eine Stunde länger schlafen können“, so Dietmar Schafelner.
Abschaffung
In puncto Abschaffung der Zeitumstellung herrscht aktuell übrigens Stillstand. Zwar hat die EU-Kommission 2018 angekündigt, dass die Zeitumstellung nach 2022 abgeschafft wird, die einzelnen Mitgliedsstaaten können sich aber auf keine gemeinsame Position einigen.


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