Großer Diakoniewerk-Adventkranz in Linz und erstmals auch in Bad Hall

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Nora  Heindl Nora Heindl, Tips Redaktion, 25.11.2021 11:06 Uhr

BAD HALL/GALLNEUKIRCHEN/LINZ/WARTBERG. Heuer nimmt der drei Meter große Diakonie-Adventkranz nicht nur in Linz beim Brucknerhaus einen besonderen Platz ein, sondern auch erstmals in Bad Hall. Das besondere an beiden Kränzen ist die künstlerische Handschrift von Magdalena Zehetner und Manfred Hiebl, deren Motive die Kerzen des Diakonie-Adventkranzes zieren. Beide sind im Atelier der Kunstwerkstatt des Diakoniewerks in Gallneukirchen tätig. 

„Besonders in der auch heuer herausfordernden und angespannten Adventzeit möchten wir mit dem Diakonie-Adventkranz die soziale, mitmenschliche Verbundenheit betonen, die uns auch schwierige Situationen miteinander bestehen lässt. Dieses runde vorweihnachtliche Symbol lenkt den Blick auf die tiefere Gemeinschaft, Zuversicht und Hoffnung bei allen menschlichen Unterschiedlichkeiten, die aktuell unsere Gesellschaft prägen“, unterstreicht Daniela Palk, Vorständin im Diakoniewerk.

„Ich werte es als hohe Auszeichnung, dass nun bereits zum vierten Mal in Folge der traditionsreiche Adventkranz der Diakonie mit seinen künstlerisch so eindrucksvoll gestalteten Kerzen vor dem Brucknerhaus Linz erstrahlen wird. Gerade in Zeiten wie diesen bedarf es solch eines Symbols der Hoffnung. Der Adventkranz draußen an der Donaulände, drinnen im Foyer unser Musikalischer Adventkalender – gemeinsam setzen wir ein helles Zeichen in einer düsteren Zeit,“ bringt Dietmar Kerschbaum, Künstlerischer Vorstandsvorsitzender der LIVA und Intendant des Brucknerhauses Linz, zum Ausdruck.

„Bad Hall ist eine Stadt, die vielen und verschiedensten Menschen Heimat bietet und bedeutet. Gott sei Dank beherbergt sie auch mehrere Einrichtungen des Diakoniewerks. Die vielfältigen Charaktere der Menschen, die hier Betreuung erhalten und leisten, bereichern täglich unser Stadtbild. Um diese Bereicherung der Gesellschaft sichtbar zu machen, soll dieser bunte Kranz im heurigen Advent täglich mehr leuchten und damit zeigen, dass wirklich jede und jeder das Potential hat, unsere Welt ein bisschen heller erstrahlen zu lassen.“ Mag. Bernhard Ruf ist Bürgermeister der Stadtgemeinde Bad Hall, wo der Adventkranz heuer zum ersten Mal leuchten wird.

Ein Gemeinschaftswerk

Besonders ist nicht nur die Entstehung des ersten Adventkranzes vor 180 Jahren, sondern auch seine Entstehung heute. War es damals Johann Hinrich Wichern, der das Warten auf Weihnachten mit einem kerzenbestückten Wagenrad verkürzte, so sind es heute Menschen mit Behinderungen, die ihre Fähigkeiten einsetzen konnten, um diese vielen Adventkränze fertigzustellen.

So wurden die Kerzen in der Werkstätte Wartberg gegossen, das Reisig von der Werkstätte Garten & Landschaft aus der eigenen Baumkultur im Mühlviertel bereitgestellt und die Kränze vom gesamten Team der integrativen Beschäftigung in der „Gärtnerei & Bioladen Friedenshort“ in Gallneukirchen gebunden und geschmückt.

Ein Gemeinschaftswerk ist entstanden, das in einer nach wie vor außergewöhnlichen Zeit Hoffnung schenken und Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Fähigkeiten in den Mittelpunkt rücken soll.

Zur Geschichte des Adventkranzes

Entstanden ist der erste Adventkranz 1839 im ersten Haus der Diakonie in Hamburg - in Form eines Wagenrades. Die Idee hatte der evangelische Theologe und Pädagoge Johann Hinrich Wichern. Er kümmerte sich um sozial benachteiligte und körperlich behinderte Kinder. Sie warteten genauso ungeduldig auf Weihnachten wie die Kinder heute. Täglich Geschichten und das Flackern einer weiteren Kerze montiert auf einem Wagenrad verkürzten die Zeit. Der Adventkranz war erfunden, einer, der mit einer Kerze für jeden Tag des Advents gleichzeitig Adventkalender war. Ab 1851 wurde der Überlieferung nach der Holzreif erstmals mit grünem Tannenreisig geschmückt. Aus dieser Tradition hat sich der heutige Adventkranz entwickelt.

Wie wird der Diakonie-Adventkranz gestaltet?

Der Original Diakonie-Adventkranz hat so viele Kerzen, wie der Advent Tage hat. Der Advent 2021 beginnt am Sonntag, 28. November, und endet am Donnerstag, 24. Dezember. Das sind 27 Tage. Der Kranz hat vier weiße, große Kerzen für die Adventsonntage und 23 rote, kleine Kerzen für die Wochentage. Die Anordnung der Kerzen soll den Wochen folgen.

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