Pfarrgemeinderatswahl am 20. März
OÖ. In den 486 Pfarren der Diözese Linz werden am 20. März 2022 die Pfarrgemeinderäte (PGR) als Vertreter von rund 915.000 Katholiken neu gewählt.

„Mittendrin – Pfarrgemeinderat weit denken“ ist der Slogan für die neue Amtsperiode, die mit den Pfarrgemeinderatswahlen am 20. März startet. Bischof Manfred Scheuer ist dankbar für den Einsatz der Pfarrgemeinderäte: „Pfarrgemeinderäte tragen Verantwortung für das Leben und die Entwicklung ihrer Pfarrgemeinde, sodass sie als Lebensraum des Evangeliums glaubwürdig ist. Pfarrgemeinderäte sind – wie das Wahlmotto schon sagt – ‚mittendrin‘ im Leben ihrer Pfarre und stellen mit ihrem Engagement die Vielfalt pfarrlichen Lebens sicher.“
Seit mehr als 50 Jahren gewährleisten die Pfarrgemeinderäte (PGR), dass das Pfarrleben mit Beteiligung der Pfarrmitglieder gestaltet wird. Gewählt wird alle fünf Jahre.
Kurs mitbestimmen und Wertschätzung zeigen
Derzeit engagieren sich in 39 Dekanaten ungefähr 8.000 Menschen in den aktuell 486 Pfarrgemeinderatsgremien der Diözese Linz. Davon sind 56 Prozent Frauen und 44 Prozent Männer. Das Durchschnittsalter liegt bei 42 Jahren. Etwas weniger als die Hälfte schließt gerade die erste Amtsperiode ab. 486 PGR-Wahlkommissionen sorgen zurzeit für eine ordnungsgemäße Organisation der Wahl.
Wahlberechtigt sind alle getauften Katholiken, die im Gebiet der Pfarre ihren ordentlichen Wohnsitz haben und vor dem 1. Jänner 2022 das 16. Lebensjahr vollendet haben. Gewählt werden kann aber auch in jener Pfarre, der man sich zugehörig fühlt. Mehr als 200 Pfarren in Oberösterreich ermöglichen auch gefirmten Jugendlichen ab 14 Jahren, ihre Stimme bei der Pfarrgemeinderatswahl abzugeben. In Oberösterreich sind von rund 915.000 Katholiken in Oberösterreich etwa 732.000 wahlberechtigt. Die Briefwahl wird – auch aufgrund der Corona-Situation – in einem Großteil der Pfarren angeboten.
Die Pfarrgemeinderatswahlen für die Amtsperiode 2022–2027 finden vor allem rund um die Gottesdienstzeiten am 20. März statt. Die genauen Orte der Wahllokale und Uhrzeiten für Stimmabgabe sind in den Aushängen und Verlautbarungen der Pfarren ersichtlich und oft auch auf den Internetseiten der einzelnen Pfarren abrufbar. Wenn man den Mitgliedern der Wahlkommission nicht persönlich bekannt ist, wird man gebeten, einen Lichtbildausweis vorzuweisen.
„Viele Pfarren gestalten die Gottesdienste besonders attraktiv, etwa mit der Vorstellung der Erstkommunionkinder, der Firmkandidaten und mit Kuchenverkauf und Suppenessen“, weiß Beate Schlager-Stemmer, Referentin für die Pfarrgemeinderäte in der Abteilung Pfarrgemeinde und Spiritualität in der Diözese Linz. „Wer zur Pfarrgemeinderatswahl geht, kann den zukünftigen Kurs der Pfarre mitbestimmen. Die Teilnahme an der PGR-Wahl ist zudem ein Zeichen der Wertschätzung für jene, die sich ehrenamtlich im Pfarrgemeinderat engagieren, und stärkt den engagierten Frauen, Männern und Jugendlichen den Rücken“, so Schlager-Stemmer.
Drei Wahlmodelle
In der Diözese Linz wird nach drei Wahlmodellen gewählt. 240 Pfarren wählen mit der „Wahl aus einer Kandidatenliste“. 150 Pfarren verwenden das „Urwahl-Modell“: Alle Wahlberechtigten können alle Wahlberechtigten wählen. Diese Wahlvorgänge haben bereits im Jänner und Februar 2022 stattgefunden, um in den Wochen vor dem 20. März in Wahlannahmegesprächen klären zu können, wer die Wahl in den Pfarrgemeinderat annimmt. Die Pfarrgemeinderäte in diesen 150 Pfarren werden am Wahlsonntag, 20. März, präsentiert.
Das dritte Wahlmodell, die „Delegiertenwahl“, sieht vor, dass in einem ersten Wahlvorgang Gruppen am Ort, etwa die Feuerwehr, der Kulturverein, der Klima-Stammtisch etc., gebeten werden, eine delegierte Person auf einen Sitz im Pfarrgemeinderat zu wählen. Leitend bei der Auswahl der zur Delegierung eingeladenen Gruppen durch den Pfarrgemeinderat und den Wahlvorstand sind gemeinsame Themen und Anliegen von Pfarre und Gruppe. In einem zweiten Wahlvorgang werden weitere PGR-Mitglieder mit „Wahl aus einer Kandidatenliste“ oder der Urwahl in einer öffentlichen Wahl gewählt.
Start der Pfarrgemeinderäte
Nach der Wahl finden bis 1. Mai die konstituierenden Sitzungen statt, bei denen die PGR-Obleute, deren Stellvertreter und Schriftführer gewählt werden.


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