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Comeback der Maskenpflicht in Innenräumen fix

Karin Seyringer, 18.03.2022 18:38

WIEN/OÖ/NÖ. Die Maskenpflicht in Innenräumen wird wieder eingeführt, angesichts der aktuellen Covid-Situation in Österreich. Das gab der neue Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) Freitag am frühen Abend bekannt. Außerdem sollen die Quarantäneregeln, zumindest in Spitälern und Alten- und Pflegeheimen, gelockert werden. Die Empfehlung zum Homeoffice gilt wieder. Ab Mittwoch soll dies in Kraft treten.

Gesundheitsminister Johannes Rauch - Archivfoto (Foto: BKA/Christopher Dunker)
Gesundheitsminister Johannes Rauch - Archivfoto (Foto: BKA/Christopher Dunker)

Erst am 5. März kam es in Österreich zu weitreichenden Öffnungsschritten – auf Basis von Daten und Prognoserechnungen, „da wurde davon ausgegangen, dass die Zahlen sinken“, so Rauch. Aber die Pandemie sei komplex. „Das hat sich nicht bewahrheitet, sondern deutlich verändert.“

Die aktuellen Prognosen gehen davon aus, dass es noch zwei Wochen anhaltend hohe Zahlen bei den Neuinfektionen geben werde, „im Schnitt 50.000 plus täglich“. Die Auswirkungen seien konkret in den Spitälern und in den Alten- und Pflegeheimen zu spüren. Gespräche mit Spitalsdirektoren in den Bundesländern und den Sozial-Landesräten zur Situation in den Alten- und Pflegeheimen würden ihn mit Sorge erfüllen, so Rauch.

Spitäler: „An der Grenze und darüber“

„Es gibt keine Überlastung bei den Intensivbetten, aber eine sehr angespannte Situation auf den Normalstationen, und wir haben beim Personal – die tragende Säule – eine äußerst angespannte Situation. Ich muss emotional eine Lanze brechen für die Menschen in der Pflege und in den Spitälern, die seit zwei Jahren am Rande der Belastung arbeiten müssen - und jetzt konfrontiert mit einer Situation sind, die wir so noch nicht hatten.“

Die Botschaft in den Gesprächen sei eindeutig gewesen: „Man ist an der Grenze und darüber. Es fehlt an Personal, der Betrieb sei nur noch mit Mühe aufrechtzuerhalten.“

FFP2-Maskenpflicht und veränderte Absonderungsregelungen ab Mittwoch

Er mache es nicht gerne, aber es sei Handlungsbedarf gegeben, auf zwei Ebenen: „Wir werden die Maskenpflicht in Innenräumen wieder einführen“.

Dazu brauche es eine sorgfältige Verordnung, damit das verfassungsrechtlich halte. Am Wochenende werde diese erarbeitet, am Mittwoch soll sie in Kraft treten, so Rauch. Schon jetzt gelte aber der Appell: „Es ist sinnvoll, in Innenräumen überall dort Maske zu tragen, wo es möglich ist“. Ob diese Maskenpflicht auch wieder an Schulen kommt, werde in Abstimmung mit dem Bildungsministerium entschieden.

Um die Personalsituation in den Spitälern und Alten- und Pflegeheimen zu entschärfen, sollen die Quarantäne- und Absonderungsbestimmungen so gestaltet werden, dass Menschen unter bestimmten Voraussetzung mit Maske arbeiten gehen könnten. Wie die neuen Quarantänevorschriften aussehen sollen, ist noch nicht klar. Das werde diskutiert, die Regel müsse epidemiologisch vertretbar sein. Hier werde man sich auch internationale Erfahrungen ansehen.

Zudem werde die Empfehlung zum Homeoffice wo möglich wieder eingeführt.

„Gegenmaßnahmen notwendig“

„Zusammenfassend“, so Rauch: „Wir stehen an einem Punkt der Pandemie, mit einer Prognose, die sich deutlich verändert hat, wo es notwendig ist, jetzt Gegenmaßnahmen zu setzen“. Für ihn sei die Öffnung am 5. März zu früh gekommen ist.

Etwas, was man von ihm immer wieder hören werde: „Die größtmögliche Freiheit genießen jene Personen, die dreimal geimpft sind. Mein Appell deshalb - weil die Impfung vor schweren Verläufen schützt – lassen sie sich impfen.“

 

 

 


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