Kinderfreunde OÖ: Kampagne gegen Waffen als Spielzeug
LINZ. Seit April 2022 sammeln die Kinderfreunde in ganz Oberösterreich Kriegsspielzeug und Spielzeugwaffen. Hintergrund ist der Krieg in der Ukraine, der dazu veranlasste, die alte Kampagne „Die Waffe ist kein Spielzeug“ wieder hervorzuholen. Der Slogan begleitet die Kinderfreude schon seit über 100 Jahren.

Für das Einsammeln von Kriegsspielzeug und Spielzeugwaffen wurde eigens die „Peace Box“ aus Holz gebaut. Die Familienorganisation erhielt Unterstützung von zahlreichen Unternehmen, Kulturhäusern, Politikern und engagierten Menschen, die die Sammelbox öffentlich aufstellten.
„Uns war es wichtig, Familien zu sensibilisieren und sie ganz bewusst in der aktuellen Zeit mit dieser Thematik zu konfrontieren: Die Waffe ist kein Spielzeug! Bei Krieg geht es um Leid und Tod und das Spielen soll Freude, Neugierde und Spaß erzielen, das sind zwei Gegensätze“, sagt Roland Schwandner, Vorsitzender der Kinderfreunde OÖ.
Hunderte Kriegsspielzeuge gesammelt
Die Peace Box stand etwa im Linzer Rathaus, im Ars Electronica Center, beim Familienfest im Linzer Volksgarten und im Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel. Aktuell befindet sich eine Sammelstelle im Kidsmix im Haus der Linzer Kinderfreunde. Man habe hunderte Kriegsspielzeuge bei der Aktion einsammeln können, die nun fachgerecht entsorgt werden, sagt Schwandner. „Das sind somit hunderte Haushalte, die sich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben und den Kindern ganz bewusst mit auf ihren Weg geben wollen: gespielt wird ohne Gewaltspielzeug. Das freut uns sehr und stimmt uns optimistisch.“
Kinderfasching ohne Spielzeug-Waffen
Auch bei den Kinderfaschings-Veranstaltungen der Kinderfreunde mit fast 20.000 Besuchern oberösterreichweit sei es den Kinderfreunden wichtig gewesen, dass das Kostüm kein Gewaltspielzeug inkludiert: „Polizisten brauchen bei einem Fasching keine Waffe, Piraten brauchen kein Schwert. Denn unsere Ehrenamtlichen überlegen sich so großartige Mitmachprogramme, bei denen beide Hände zum Spielen gebraucht werden. Das verstehen die Kinder sofort und spielen mit Begeisterung friedlich mit!“, sagt Schwandner.


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