„Rotes Kreuz JKU“: Neue Ortsstelle in Urfahr gegründet
LINZ. Die Johannes Kepler Universität bietet nicht nur Raum für Wissenschaft, Lehre und Praxis, sondern beheimatet seit gestern auch eine neue Ortsstelle des Roten Kreuzes Oberösterreich. Damit soll ein Zeichen für soziales Engagement gesetzt und der Weg für neue Projekte eröffnet werden.

Bereits seit 1991 gibt es eine Außendienststelle des Oberösterreichischen Roten Kreuzes an der JKU im Managementzentrum. Ein „First Responder“-Team, das aus ausgebildeten Sanitätern besteht, die an der JKU studieren oder arbeiten, ist am Campus etabliert und wird in Notfällen alarmiert. Mit ihrer eigenen Ausrüstung werden sie dann als qualifizierte „First Responder“ zu Einsätzen am Campus der JKU entsandt. Das Team ist durchschnittlich alle zwei bis drei Wochen am Campus im Einsatz.
Team vor Ort
Gestern, am 19. Dezember, wurde der Außenposten nun auch formal zur eigenständigen Ortsstelle ernannt. Denn die erste offizielle Versammlung der Ortsstelle „Rotes Kreuz JKU“ fand statt. Im Vergleich zur bisherigen Außendienststelle, ist die Ortsstelle nun ein eigener Rechtskörper mit klar vorgegebenen Strukturen, Aufgaben und Möglichkeiten.
Der neu gewählte Ortsstellenausschuss besteht aus Claudia Schwarz, langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin beim OÖ. Roten Kreuz, Lehrsanitäterin und designierte Referatsleiterin für Sozialplanung und Innovation beim Land OÖ, Alexander Freischlager, JKU Vizerektor für Campusentwicklung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit, Andreas Stubinger, Student der Rechtswissenschaften und Leiter der freiwilligen Gruppe der Rettungssanitäter an der JKU sowie Kristof Harsanyi als Jugendbeauftragter und Ansprechperson für das „First Responder“-System.
Österreichweit einzigartig
Die neu gewählte Ortsstellenleiterin Claudia Schwarz erklärt: „Eine Ortsstelle des Roten Kreuzes an einem Universitätsstandort zu gründen, ist über die Grenzen Österreichs hinaus einzigartig. Wir vereinen hier das Beste aus zwei Welten: Wissen und zivilgesellschaftliches Engagement sowie Forschung und unmittelbares Handeln und Wirken.“ Die freiwillige soziale Arbeit sei an der JKU bis zu einem gewissen Umfang als Studienleistung anrechenbar, denn man wolle „den Studierenden die Möglichkeit geben, sich im Rahmen ihres Studiums auch mit sozialen Themen zu befassen und initiativ zu werden“, betont JKU Vizerektor Alexander Freischlager.
„Wir freuen uns, dass wir unsere bereits bestehenden Ortsstellen um die Stelle in Linz-Nord erweitern und mit Claudia Schwarz eine so kompetente wie engagierte Ortsstellenleiterin gewinnen konnten“, so Bezirksstellenleiter Erich Gattner. Der Fokus der neuen Ortsstelle liege darauf, sich über soziales Engagement und gesellschaftlichen Zusammenhalt in einem universitären Setting auszutauschen.


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