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LINZ/STEYREGG. Im Naturschutzgebiet Pleschinger Austernbank legten Studierende der Pädagogischen Hochschule, Schüler der Europaschule und freiwillige Helfer der Naturschutzbund-Stadtgruppe Linz Hand an für den oberösterreichischen Artenschutz. Gemeinsam wurden Neophyten, also „fremde“ und invasive Pflanzenarten, ausgerupft.

  1 / 3   Schüler der Europaschule halfen dabei, die Pleschinger Austernbank von Neophyten zu befreien. (Foto: Helena Schwaiger)

Besonders die aus Nordamerika eingeschleppten Goldruten haben sich in den letzten Jahren im Pleschinger Naturschutzgebiet breit gemacht. Diesen Winter wurden Teilbereiche der ehemaligen Sandgrube zur Förderungen der Wildbienen wieder freigestellt. Dadurch konnten sich jedoch auch die Goldruten, welche schnell offene Böden besiedeln, ausbreiten.

Innerhalb eines Nachmittages konnte die Fläche nun rechtzeitig durch den händischen Pflegeeinsatz von der Goldrute befreit werden. Dieser wurde im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der Pädagogischen Hochschule organisiert. Dabei erarbeiteten angehende Lehrer mit einer kleinen Gruppe von Schülern das Thema „Engagement in unserer Gesellschaft“. Mit dem Pflegeeinsatz wurde den Schülern veranschaulicht, was ehrenamtliche Helfer im Naturschutz leisten können.

Warum Pflanzen entfernt werden müssen

Am Ende des Tages kam die Frage auf, warum solche Pflegeeinsätze eigentlich notwendig sind. Berechtigt, so der Naturschutzbund, gehören Neophyten entlang von Straßen, Bahnstrecken, auf Brachflächen aber auch an Gewässern doch zum gewohnten Erscheinungsbild. Manche davon würden sich jedoch rasant ausbreiten und sich auch in ökologisch, besonders hochwertigen Flächen breitmachen.

So auch hier in der Pleschinger Sandgrube, wo schüttere, jedoch reich blühende Vegetation Nahrungsquelle für verschiedenste Insekten bietet. Manche Neophyten würden sich wohl durchsetzen und damit wertvolle Biodiversitäts-Standorte verschwinden, wenn die Stiftung für Natur als Verantwortliche für diese Fläche keine Handlungen setzen würde.

Neophyten sind aus unserer Landschaft nicht mehr zu entfernen, sie sind da und sie breiten sich ständig aus, so der Naturschutzbund. In Schutzgebieten und anderen hochwertigen Lebensräumen macht es jedoch Sinn, diese Pflanzen zu entfernen. Es braucht also viele helfende Hände, um diese wertvollen Lebensräume für die Gesellschaft langfristig zu erhalten.


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