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LINZ. Nachdem ein Linzer monatelang kein Gehalt mehr bekommen hatte, kündigte er den Arbeitsvertrag auf. Die Arbeiterkammer (AK) verhalf ihm, seine offenen Ansprüche zu bekommen, die sich auf fast 48.000 Euro beliefen.

Die Arbeiterkammer erkämpfte für einen Linzer Automatisierungstechniker rund 48.000 Euro an offenen Ansprüchen (Symbolbild). (Foto: Kzenon/stock.adobe.com)

Zwölf Jahre lang war ein Linzer bei einer Firma im Süden als Automatisierungstechniker beschäftigt. Nachdem er vier Monate lang kein Gehalt bekommen hatte und die Beschwerden beim Chef erfolglos blieben, platzte dem Mann der Kragen. Er setzte seinem Chef eine Frist von zwei Wochen, um das Gehalt nachzuzahlen. Die Frist verstrich – und der Arbeitnehmer zog die angekündigte Konsequenz: Er trat berechtigterweise vorzeitig aus dem Arbeitsverhältnis aus.

Arbeiterkammer forderte offene Ansprüche ein

Die Firma überwies ihm daraufhin fast 16.000 Euro netto, ohne Gehaltsabrechnung. Weil dies nicht der gesamte Betrag war, den der Arbeitgeber schuldig geblieben war, wandte sich der Techniker an die AK Oberösterreich. Die errechnete seine Ansprüche, neben den nicht bezahlten Gehältern waren auch noch Diäten, Taggelder, Schmutz- und Montagezulagen, Überstunden, Urlaubsersatzleistung und Sonderzahlungen ausständig. Hinzu kam ein Anspruch auf einen Schadenersatz in Form einer Kündigungsentschädigung – weil der Mann wegen vorenthaltenen Entgeltansprüchen gekündigt hatte.

Die AK forderte das Geld, abzüglich der bereits ausbezahlten Summe, bei dem Unternehmen ein. Dieses wollte sich nicht auf eine Klage einlassen und zahlte alles nach: In Summe fast 48.000 Euro brutto. 

„Immer wieder versuchen Firmen, ihre Mitarbeiter nicht zu bezahlen“

Laut AK-Präsident Stangl handelt es sich dabei nicht um einen Einzelfall: „Immer wieder versuchen Firmen, ihre Mitarbeiter einfach nicht zu bezahlen. Wohl auch, weil das Schlimmste, was ihnen passieren kann, die Nachzahlung der offenen Ansprüche ist.“ Das sei respektlos und unverantwortlich, so Stangl weiter, die Arbeitnehmer würden dadurch in existenzielle Schwierigkeiten gebracht. Damit die AK-Mitglieder möglichst einfach zu ihrem Recht kommen, setze man bewusst auf Wohnortnähe: „So haben die Mitglieder die Möglichkeit, sich in einer der 14 Bezirksstellen und der Zentrale in Linz Rat und Hilfe direkt in ihrer Region zu holen“, schließt Stangl.


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