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LINZ. Unter dem Motto „Shekinah – Bauen wir ein Zelt!“ lädt die Fastenaktion der Katholischen Jugend OÖ am Linzer Domplatz dazu ein, über Zugehörigkeit, Sicherheit und ein solidarisches Miteinander nachzudenken. 

 (Foto: Diözese Linz)
(Foto: Diözese Linz)

Im Zentrum steht das Symbol des Zelts. Mehrere Holzbänke bilden am Domplatz dessen Grundriss. Darauf sind Tafeln mit Fotos und Zitaten von Menschen angebracht, die als „Baumeister:innen der Gesellschaft“ vorgestellt werden. Über QR-Codes gelangen Besucher zu Videobotschaften, in denen Architekten, Planer und Gemeindebauer ihre Gedanken zu Zelt und Bauen teilen.

Der Architekt Carlos Rocha ist einer von ihnen. Er bringt das Anliegen der Aktion auf den Punkt: „Eine Welt, in der Sachen nur einen Zweck erfüllen, aber keine Emotionen wecken, ist eine hässliche Welt.“

Glaube in einer fragilen Welt

Interaktive Fragen wie „Woran baust du gerade?“, „Was gibt dir Sicherheit?“ oder „Wo fühlst du dich wirklich zuhause?“ schlagen die Brücke zur Lebensrealität und sollen vor allem Jugendliche ansprechen. 

Stadtjugendreferent Anson Samuel erklärt: „Viele Jugendliche erleben heute eine Welt, die sich unsicher anfühlt – politisch, sozial, persönlich. Heimat ist für viele kein fixer Ort mehr, sondern etwas Fragiles. Gleichzeitig sehen wir weltweit, wie Menschen ihre Heimat verlieren, vertrieben werden oder weiterziehen müssen.“ Gerade daraus ergebe sich eine zentrale Glaubensfrage: „Wo ist Gott, wenn nichts mehr stabil scheint? Die Idee der Shekinah erzählt von einem Gott, der nicht im Festgebauten wohnt, sondern im Zelt – unterwegs, nah bei den Menschen, besonders bei jenen, die keinen sicheren Platz haben.“

Elisabeth Kreil aus dem Team der Fastenaktion unterstreicht die Offenheit des Symbols: „Das Wort Zelt weckt viele Bilder – unterwegs sein, gemeinsam am Feuer sitzen, teilen, was da ist. Auch das Himmelszelt ist ein Zelt, das wir alle teilen. Mit unserem Zelt am Domplatz wollen wir die Vorstellungskraft der Besucher*innen anregen: Wie könnte ein gemeinsames Zelt aussehen, in dem wir Geborgenheit, Gemeinschaft und Sicherheit finden? Und was kann jede und jeder Einzelne dazu beitragen?“

Aktion läuft bis 4. April

Getragen wird das Projekt vom Wunsch nach Begegnung und Verständigung unter einem gemeinsamen Himmel. Die Fastenaktion soll eine Einladung darstellen, innezuhalten, hinzusehen und gemeinsam an einer Welt zu bauen, in der Platz für Solidarität ist - Schritt für Schritt, Tag für Tag, Zelt für Zelt.

Die Aktion läuft die ganze Fastenzeit über, also bis 4. April.

Shekinah, der Name der Aktion, kommt aus dem Hebräischen und beschreibt das bildhafte Wohnen oder die Gegenwart Gottes unter den Menschen. 


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