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"Mission Traumberuf": Linzer Projekt bringt Vorbilder in Schulen

Nora Heindl, 13.03.2026 15:05

LINZ. Wie sieht der Alltag eines Gerichtszeichners aus? Was macht ein Data Scientist? Beim Projekt Mission Traumberuf bekommen Linzer Schüler Antworten – von Menschen, die genau diese Berufe ausüben.

Patricia Pappenreiter gab an der HAK Aufhof Einblicke in ihre Arbeit als Research & Development Managerin bei der Trauner Firma Delsci. (Foto: Zeitreise Fotografie)

„Viele Kinder wachsen auf, ohne zu wissen, welche Möglichkeiten in ihnen stecken. Der Grund: Ihnen fehlen Vorbilder – weil sie noch nie einer Pilotin begegnet sind, keinen einzigen Gründer kennen oder es in ihrem Umfeld keine Technikerin gibt“, erzählt Initiatorin Nina Schöfl. Die Linzer Kommunikationsmanagerin hat selbst ein Gymnasium besucht und sich früher oft gefragt, welche beruflichen Möglichkeiten es für sie gibt. „Was mir geholfen hat, diese Frage zu beantworten? Vorbilder. Menschen, die ihren Weg mutig gegangen sind und mir gezeigt haben, wie es sich anfühlt, die eigene Leidenschaft zu leben.“

Mit Mission Traumberuf möchte sie jungen Menschen auf ungezwungene, positive Art und Weise zeigen, wie der Alltag in verschiedenen Berufen tatsächlich aussieht. Gleichzeitig sollen sie ermutigt werden, ihren eigenen Weg zu gehen. „Es gibt ihn, den Job, der den eigenen Fähigkeiten und Werten entspricht. Und er ist es wert, nach ihm zu suchen und dabei die Extrameile zu gehen“, so die Projektleiterin.

Das Herzstück des Projekts sind persönliche Begegnungen – bewusst abseits von Bildschirmen. Vor Ort in den Schulen lernen die Jugendlichen Menschen kennen, die mitten im Berufsleben stehen. Sie erzählen aus ihrem Alltag, beantworten Fragen und eröffnen so neue Perspektiven. Die Palette an Vorbildern ist breit und reicht vom Data Scientist über einen Piloten und einen Gerichtszeichner bis zu einer Justizwachebeamtin, einer Uniprofessorin oder einer Friseursalon-Inhaberin. Nina Schöfl ist überzeugt: „Was wir direkt aus der Praxis sehen und hören, können wir uns besser vorstellen und eines Tages selbst werden.“

Ihr Ziel für die Schüler: „Junge Menschen müssen groß träumen dürfen und den Beruf finden, der ihnen auch tatsächlich entspricht.“ Mission Traumberuf versteht sich dabei als Brücke zwischen Träumen und Wirklichkeit – von „Was wäre, wenn?“ hin zu „Ich kann das auch“.

Nach dem Start im Körnergymnasium war das Projekt mittlerweile auch an der HAK Auhof zu Gast. Anmeldungen für weitere Schulen und mögliche Vorbilder unter missiontraumberuf.at


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