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OBERÖSTERREICH. Ein alter Baum ist für wesentlich mehr Arten geeignet als ein junger. Er weist einerseits mehr Strukturen und Kleinlebensräume, wie Höhlen, eine rauere Borke und abgestorbene Äste auf, und andererseits wird er aufgrund seiner Größe von vielen Großvögeln als Horstbaum genutzt.
 
 

Der Wald verjüngt sich selbst. Foto: Josef Limberger
Der Wald verjüngt sich selbst. Foto: Josef Limberger

Stehende Höhlenbäume sind vor allem für höhlenbrütende Vogelarten, Bilche und Fledermäuse wichtig. Stirbt ein alter Baum langsam ab, wird er zum Lebensraum einer vielfältigen Gemeinschaft von Totholzbewohnern. In der Pionierphase der Zersetzung (Dauer etwa zwei Jahre) dringen erste Arten wie Holzwespen und Bockkäfer in den frisch abgestorbenen Holzkörper ein. Es folgt die Zersetzungsphase (Dauer etwa zehn bis 20 Jahre), in der die Pilze zunehmend den Holzkörper durchdringen und abbauen. Auch andere Insekten, wie zum Beispiel der Hirschkäfer, dessen Larven bis zu acht Jahren im vermodernden Totholz leben, besiedeln das Holz in dieser Phase.

Nahrung für die nächste Generation

Schließlich folgt die Humifizierungsphase, in der das Holz unter Einwirkung von Bakterien und Pilzen zu einer lockeren Masse zerfällt und in Humus übergeht. Bodenlebewesen wandern ein und tragen zur weiteren Zersetzung bei. Die im Holz gebundenen Nährstoffe stehen jetzt der nächsten Baumgeneration zur Verfügung und bieten ein hervorragendes Keimbett für Sämlinge.


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