Gesunde Jause: Landesrätin Haberlander und Landesrat Hiegelsberger im Interview
LINZ. In Zusammenarbeit mit Landesrätin Christine Haberlander und Landesrat Max Hiegelsberger wird ein Wettbewerb zur Ernährung und gesunden Pause veranstaltet. Dazu passend durften die Jugendredakteure der Tips gemeinsam mit ihnen einen Aufstrich zubereiten und währenddessen Fragen stellen.

Tips: Gesunde Jause: Bei wem liegt da die Verantwortung, Eltern, Schulen oder bei den Kindern selbst?
Haberlander/Hiegelsberger: Ganz klar bei den Eltern. In der Kindheit wird der Grundstein für eine gesunde und ausgewogene Ernährung gelegt. Wichtig ist, dass die Schulen das weiterführen.
Tips: Wie sieht für Sie ein gesundes, kindergerechtes Schulbuffet aus?
Haberlander/Hiegelsberger: Es sollte ausreichend Obst der Saison zur Verfügung stehen, Wasser und gesunde Säfte.
Tips: Was halten Sie von modernen Ernährungstrends?
Haberlander: Ich folge den Trends nicht so. Wenn sich aber jetzt jemand zum Beispiel glutenfrei aufgrund der Gesundheit ernähren muss, dann ist das in meinen Augen kein Trend, die Person muss dann auf sich und ihre Gesundheit schauen. Aber alles was ins Extreme geht, finde ich nicht super.
Tips: Haben Sie gemeinsame Essenszeiten mit Ihren Familien bzw. kochen Sie öfter gemeinsam?
Haberlander: Ich finde es sehr wichtig mit meiner Familie gemeinsam zu essen. Da wird auch stets darauf geachtet, dass wir naturbelassene Produkte verwenden und uns ausgewogen ernähren. Ich probiere auch gerne in der Gruppe neue Rezepte aus.
Tips: Schauen Sie eher auf Regionalität oder Bio?
Haberlander: Beides eher. Ich gehe gerne auf den Markt einkaufen und ich finde es super, wenn man mit den Lieferanten in Kontakt tritt. Ich achte bei den gekauften Lebensmitteln auch auf den ökologischen Fußabdruck. Für qualitätreiches Essen gebe ich dann auch gern mehr Geld aus.
Tips: Wie sieht Ihr Essensverhalten aus?
Haberlander: In unserem Beruf gibt es oft Brötchen bei Veranstaltungen. Ich schaue dann eher darauf, dass ich regelmäßig Mahlzeiten zu mir nehme und ausreichend Wasser trinke. Leider hab ich nicht die gewünschte Zeit zum Kochen, die ich gerne hätte. Ich nehme mir aber regelmäßig Obst mit in die Arbeit, damit ich gesunde Snacks habe.
Tips: Was bedeutet für Sie Gesundheit in Bezug auf die Ernährung?
Hiegelsberger: Gesundheit bedeutet für mich ausgewogene und saisonale Ernährung. Das Gemüse, das im Winter wächst, hat genau die Vitamine, die wir im Winter brauchen.
Tips: Wie sieht das Essensverhalten in Ihrer Familie aus?
Hiegelsberger: Die Ernährung verändert sich im Laufe des Lebens, vor allem wenn man Kinder hat. Man kocht dann viel bewusster! Das Wichtigste ist, das Interesse und Verständnis für Ernährung so früh wie möglich zu wecken. Kochen ist für mich zum Beispiel eine Voraussetzung für das Verständnis von Regionalität.
Tips: Gehen Sie auch in Restaurants und gönnen sich ab und zu Fast Food?
Hiegelsberger: Natürlich, in unserem Beruf gehört das quasi dazu. Ich finde es nicht gut, dass Fast Food oft negativ besetzt ist. Es gibt mittlerweile auch viele Lokale, wie Burger Restaurants, die ihren Fokus auf regionale Produkte setzen.
Tips: Probieren Sie im Urlaub auch heimische Kost?
Hiegelsberger: Auf alle Fälle! Letztens habe ich auch frittierte Heuschrecken probiert. Ich bin offen und probiere gerne im Ausland das aus was dort üblich ist. Ich kaufe dann auch gerne die Lebensmittel, die ich im Ausland probiert hab, für daheim und koche gerne die Gerichte nach.
Tips: Wie sieht es mit Foodtrends aus, gehen Sie diesen nach?
Hiegelsberger: Nicht wirklich. Ich bin auch prinzipiell ein Gegner von Verboten, denn genau dann werden sie interessant. Man soll das essen was einem schmeckt, aber in einem ausgewogenen Verhältnis. Ich probiere aber gerne Neues aus.
Tips: Klischeehaft ist es, dass die Mütter überwiegend für die Zubereitung der Jause zuständig sind. Was gibt es für Möglichkeiten auch Männer dafür zu gewinnen?
Hiegelsberger: Das ist eher berufsbedingt und hängt oft mit den Arbeitszeiten zusammen, würde ich sagen. Ich merke beim „Kochen mit Kids“, dass die Burschen hochmotiviert sind. Es ist wichtig die Kinder und Jugendlich so früh wie möglich zum Kochen animieren.


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