Symposium "Kirchenräume weit denken"
LINZ. Gemeinsam loten Experten beim Symposium „Kirchenräume weit denken“ im Pfarrzentrum Linz-Marcel Callo in Auwiesen aus, wie sich bauliche und sakrale Identität von Kirchenräumen mit einer erweiterten Nutzung „verträgt“.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Abendlob mit Diözesanbischof Manfred Scheuer. In seinen Impulsgedanken betonte Bischof Scheuer: „Räume verleiblichen die Seele. Sie drücken die Kultur oder auch die Verwahrlosung unseres Miteinanders aus. Das gilt auch für die Kirche und für die Kirchen. Wer ein Gotteshaus betritt, der nimmt wahr, ob da Anbetung und Sammlung die Atmosphäre prägen, ob er ein Museum betritt, ob der Mief der Vergangenheit die Gegenwart überwiegt.“ Religiöse Gebäude würden selbst dann noch als Orte der Ehrfurcht und der Kontemplation funktionieren, wenn Menschen sie vorrangig als TouristInnen aufsuchten und nicht mehr als Mitglieder einer bestimmten Religionsgemeinschaft.
Ziel: praxisnahes Herangehen
Die Veranstaltung ist Teil des 2017 gestarteten Zukunftsweges der Katholischen Kirche in Oberösterreich und richtet sich vor allem an Pfarrer, Pfarrassistenten und weitere hauptamtliche MitarbeiterInnen sowie Pfarrgemeinderats-Leitungen, Finanzausschuss-Obleute und Projekt-Planungsgruppen. Das Symposium gliedert sich in die Themenbereiche „Gottesdienstraum“, „Beratungsraum“, „Kulturraum“, „Menschen-Raum“, „Kunst- und Gesellschaftsraum“ und „Heiliger Raum“. Ziel ist ein praxisnahes Herangehen an das Thema. Neben Impulsen, Vorträgen und Austauschmöglichkeit beinhaltet das Symposium auch ein Konzert, eine Weinverkostung, Kunstfilme und die Möglichkeit zur Raumwahrnehmung. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Pastoralamts, der Finanzkammer und des Bischöflichen Ordinariats der Diözese Linz.


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