Jugend-Medien-Studie: Freunde an erster Stelle
LINZ/OÖ. Zum bereits sechsten Mal hat die Education Group im Auftrag des Landes OÖ die Medienstudie durchgeführt. Dieses Mal über das Medienverhalten der 11- bis 18-Jährigen.

Im Auftrag der Education Group hat das market Institut insgesamt 500 junge Menschen im Alter von elf bis 18 Jahren, 200 Eltern aus Oberösterreich mit Kindern in diesem Alter und 102 Pädagogen zum Medienverhalten der Altersgruppe eingehend befragt.
Eines der zentralsten Ergebnisse der Studie: Trotz aller technischer Möglichkeiten sagten 72 Prozent der jungen Menschen, dass Freunde treffen die wichtigste Freizeitbeschäftigung für sie sei. Erst dahinter folgen mit 66 Prozent das Nutzen von technischen Devices, die Kommunikation via Whatsapp und ähnlichem (64 Prozent) sowie Zeit mit der Familie zu verbringen (62 Prozent). An Attraktivität verloren habe das Fernsehgerät. Während vor einem Jahrzehnt noch 90 Prozent dieses als Freizeitbeschäftigung angegeben haben, waren es dieses Mal nur 57 Prozent. Auch das Radio habe an Beliebtheit verloren: Nur ein viertel der befragten Jugendlichen gab demnach an, als Freizeitbeschäftigung Radio zu hören.
Alles dreht sich um das Smartphone
Ganz zentral ist für die Jugendlichen klarerweise das Smartphone. 94 Prozent der Jugendlichen haben Zugang zu einem solchen, 82 Prozent halten dieses für unverzichtbar im Vergleich zu Fernsehen (26 Prozent) und Radio (neun Prozent).
Streamingdienste immer beliebter
Filme, Serien und dergleichen werden laut der Studie auch weiterhin gerne konsumiert, verändert hat sich dabei jedoch die Art, wie sie diese schauen. So werden Streaming-Dienste immer beliebter. Zu den Lieblingskanälen zählen Youtube mit 67 Prozent, Amazon prime (55 Prozent), SnapChat (29 Prozent) und Netflix (23 Prozent).
Lesen weiterhin von Bedeutung
Trotz der digitalen Konkurrenz lesen die Hälfte der jungen Oberösterreicher nach wie vor gerne. Bei Mädchen stehen dabei Zeitschriften und Bücher höher im Trend als bei gleichaltrigen Jungen. Am beliebtesten sind mit 63 Prozent die Jugendbücher, darauf folgen Fantasy (48 Prozent), Komödien (48 Prozent), Bestseller (43 Prozent) und Thriller (32 Prozent). Zwar nimmt die Nutzung von eBooks zu - ein Drittel der Jugendlichen liest diese auf diese Art - die Mehrheit wählt aber weiterhin Bücher in Printform (71 Prozent).


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