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LINZ. Der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml appelliert an die Bevölkerung, trotz Lockdown alle Krankheiten behandeln zu lassen. Auch Vorsorgeuntersuchungen sollten nicht verschoben werden.

Wer sich im Lockdown weniger bewegt, hat ein höheres Risiko für einen Bluthochdruck (Symbolbild). (Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr)

Mediziner waren derzeit vor den gesundheitlichen Folgen eines Lockdowns. Laut einer Studie der Universität Graz haben im Frühling vor allem ältere Menschen Spitäler bewusst gemieden, berichtet der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ). Darüber hinaus sind 65 Prozent mehr Patienten als üblich an Aortenrissen, Herzinfarkten oder Lungenembolien verstorben. Raml spricht von einer „gefährlichen Entwicklung“: „Wer gesundheitliche Probleme bekommt, soll trotz Lockdown unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Nur so können Folgeschäden vermieden werden. Auch Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten und sollten deshalb nicht verschoben werden“, hält der Stadtpolitiker fest.

Weniger Bewegung im Lockdown

Eine weitere Auswirkung auf die Gesundheit hat der Rückgang der körperlichen Bewegung im Lockdown. „Nach dem ersten Lockdown im Frühjahr erkannte eine Studie, dass Blutzucker- und Blutdruckwerte durch den hervorgerufenen Bewegungsmangel deutlich verschlechtert wurden. Auch eine Gewichtszunahme von durchschnittlich zwei Kilogramm wurde bei den Probanden festgestellt. Es ist also ganz klar: Trotz des Corona-Virus darf keinesfalls auf andere Krankheiten vergessen werden. Es gibt eben noch andere, ernstzunehmende Gesundheitsbedrohungen“, sagt Raml. Die Schäden des Lockdowns, die etwa die Wirtschaft betreffen, sollten nicht auch noch die Gesundheit einschließen.


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