Engagement für Obdachlose: OÖ Menschenrechtspreis für Schwester Tarcisia Valtingoier
LINZ. Seit 1996 verleiht das Land OÖ den Menschenrechtspreis an Persönlichkeiten und Einrichtungen, die humanitäres Engagement zeigen und vor allem auch leben. Preisträgerin 2020 ist auch die Linzerin Tarcisia Valtingoier. Sie hat sich 20 Jahre lang in Oberösterreich für die Obdachlosenhilfe eingesetzt.

Alle zwei Jahre rund um den Jahrestag der Deklaration der Menschenrechte vergibt das Land OÖ den OÖ Menschenrechtspreis.
Schwester Tarcisia Valtingoier hat sich 20 Jahre lang in Oberösterreich für die Obdachlosenhilfe eingesetzt und hier viele Projekte und Aktivitäten entwickelt und umgesetzt. Die Ordensschwester war langjährige Mitarbeiterin und auch Leiterin im Vinzenz-Stüberl der Barmherzigen Schwestern in Linz.
Ebenfalls mit dem OÖ Menschenrechtspreis ausgezeichnet werden Volksschuldirektorin i. R. Maria Atteneder (Schönau), 2016 Mitinitiatorin des Projekts „Alpha. Meine Chance“ und das Projekt #guteNachbarschaft des Evangelischen Diakoniewerks Gallneukirchen.
„Preis gewinnt noch mehr an Bedeutung“
„Die drei Preisträger zeigen eindrucksvoll, dass Engagement zur Durchsetzung und Verbesserung von Menschenrechten viele Facetten hat. Ich danke allen für Ihre Tatkraft und Ihre engagierte Haltung und gratuliere sehr herzlich zu dieser Auszeichnung“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer. „Der OÖ Menschenrechtspreis gewinnt gerade im heurigen Jahr noch mehr an Bedeutung. Gerade jetzt, wo wir Abstand halten müssen, ist es schön zu sehen, wie wir gleichzeitig auch ein Stück weit zusammenrücken. Heuer möchten wir daher auch Menschen vor den Vorhang holen, die besondere Hilfeleistung, Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise zeigen. Der große Zusammenhalt und der unermüdliche Einsatz vieler Landsleute sorgen dafür, dass wir diese Ausnahmesituation so gut bewältigen. Daher gebührt vor allem auch Menschen, die in dieser sehr herausfordernden Zeit noch außergewöhnliches leisten, der OÖ Menschenrechtspreis.“
Feier im Frühjahr 2021
Das Preisgeld wird zu drei gleich hohen Teilen zu je 7.000 Euro an die Preisträger aufgeteilt. Die Oö. Landesregierung hat in ihrer Sitzung am 19. Oktober 2020 einstimmig den Vorschlag der ehrenamtlichen Jurymitglieder zum OÖ Menschenrechtspreis angenommen. Aufgrund der aktuellen Situation findet die offizielle Verleihungsfeier im Frühjahr 2021 statt.


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