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LINZ. Die Situation in Portugals Intensivstationen spitzt sich zu, Österreich bietet Portugal daher die Aufnahme von zehn Patienten an, teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz heute mit. Das Land OÖ will einen Covid-Intensiv-Patienten davon aufnehmen, am Linzer Kepler Uniklinikum, teilt Landeshauptmann Thomas Stelzer mit.

Der Patient soll am Kepler Uniklinikum versorgt werden. (Foto: Volker Weihbold)
Der Patient soll am Kepler Uniklinikum versorgt werden. (Foto: Volker Weihbold)

Da die Intensivkapazitäten im europäischen Nachbarland Portugal fast ausgeschöpft sind und dringend Hilfe benötigt wird, bietet Österreich die Aufnahme von fünf Covid-Intensivpatienten und fünf Patienten mit schweren Erkrankungen bzw. bevorstehenden Operationen an, so Kurz am Freitag in einer Aussendung, nach Gesprächen mit Portugals Premierminister Antonio Costa und den Bundesländern. Dazu laufen nun Gespräche mit dem portugiesischen Gesundheitsministerium.

Ein Patient in Linz

Oberösterreich hat sich bereit erklärt, zu helfen, ein Covid-Intensiv-Patient aus Portugal soll im Kepler Universitätsklinikum in Linz versorgt werden. Neben Oberösterreich erklären sich auch die Bundesländer Niederösterreich, Steiermark und Kärnten bereit, Intensivpatienten zu übernehmen. Wien hat die Aufnahme von Nicht-Covid-Patienten mit schweren Erkrankungen angeboten.

„Zusammenhalten und gegenseitige Hilfe sollten in EU-Verträgen nicht nur als leere Worthülsen festgeschrieben sein, sondern müssen auch gelebt werden. Das tun wir und das können wir auch tun, weil es die aktuelle Lage in den heimischen Spitälern zulässt. Gerade auch, weil Oberösterreich selbst erlebt hat, was es bedeuten kann, wenn die Intensivbetten knapp werden, leisten wir diesen solidarischen Beitrag“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Bundesheer kann transportieren

Die Intensivpatienten können mit Unterstützung des österreichischen Bundesheeres (Transport mit Hercules-Maschine) nach Oberösterreich und in die anderen Bundesländer transportiert werden.


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