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Covid-19-Schutzimpfung in knapp 900 Ordinationen: Ein Drittel bietet Impfung auch für Praxisfremde

Nora Heindl, 29.09.2021 11:55

OÖ. Aktuell bieten knapp 900 registrierte Ordinationen in Oberösterreich die Covid-19-Schutzimpfungen für ihre eigenen Patienten an. Rund 300 davon stellen die Impfung auch ordinationsfremden Patienten zur Verfügung.

 (Foto: volker weihbold)
(Foto: volker weihbold)

Damit all jene, deren Hausarzt keine Schutzimpfung durchführt, rasch die nächstgelegene Impfordination finden, stellt die OÖ-Ärztekammer auf ihrer Webseite eine bezirksweise Übersicht zur Verfügung. Über den angeführten Kontakt können die Impfzeiten direkt abgefragt werden. Damit die Ordinationen möglichst flexibel in ihrer Planung bleiben, haben sie die Möglichkeit, benötigte Impfstoffe direkt bei der  Bundes-Beschaffungs-Gesellschaft (BBG) zu bestellen. Der Landeskrisenstab und die OÖ Ärztekammer sind dazu in laufenden und guten Gesprächen.

„Das breite Angebot der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte ist entscheidend für eine wohnortnahe Impfversorgung der Bevölkerung und ich bedanke mich bei den Ärztinnen und Ärzten sehr herzlich für ihren Einsatz. Sie sind Vertrauenspersonen und damit beste Ansprechpartner und Berater, um offene Fragen oder bestehende Zweifel zu besprechen und auszuräumen“, ermutigt Gesundheitsreferentin LH-Stv.in Christine Haberlander sich dafür an die Hausärzte zu wenden.

„Noch nie war es so einfach, an eine Impfung gegen Corona zu kommen. Dass hunderte niedergelassene Ärzte in Oberösterreich nun auch praxisfremde Patientinnen und Patienten impfen, macht es noch einfacher. Damit gibt es nun aber keine Ausreden mehr, sich nicht gegen Covid-19 impfen zu lassen. Dass nur die Impfung gegen die Pandemie schützt, das zeigen die vorhandenen Daten“, sagt Peter Niedermoser, Präsident der Ärztekammer OÖ.

„Die Hausärztinnen und Hausärzte sind und waren eine ganz wichtige Säule bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie, in der Behandlung und der Betreuung ihrer Patientinnen und Patienten sowie bei Testungen auf hohem qualitativen Niveau. Auch in der Impffrage sind sie es, die ihren Patientinnen und Patienten Aufklärung und Information bieten können, Fehlinformationen ausräumen und so viele von der Sinnhaftigkeit der Impfung überzeugen können“, meint Wolfgang Ziegler, Stv. KO der Kurienversammlung.

Falschmeldungen halten zwei Drittel der Ungeimpften vom „Stich“ ab

Aktuell sind erst 60,2 Prozent der OÖ-Bevölkerung ab 12 Jahren doppelt geimpft. Was aber hält den Rest vom „Stich“ ab, der nachweislich der einzige Ausweg aus der größten Gesundheitskrise seit Jahrzehnten wäre? Einer Karmasin-Umfrage zufolge nennen zwei Drittel der Ungeimpften „Bewusst gestreute Falschmeldungen“ als Hauptgrund. „Daher ist es umso wichtiger, dass die Menschen eine gute und seriöse Aufklärung erhalten. Da soll und kann jeder den Ärztinnen und Ärzten vertrauen“, sagt Niedermoser. Der auch weiß: „In den Spitälern liegen viel zu viele Menschen auf Intensivstationen, die dort nicht liegen müssten, wenn sie sich hätten impfen lassen.“ Diese Patienten werden immer jünger. Das Durchschnittsalter von hospitalisierten Menschen ist zuletzt auf knapp über 60 Jahre gesunken. Das hängt vor allem mit der hohen Durchimpfungsrate bei älteren Personengruppen zusammen.

Ein Drittel der Befragten gab auch an, „zu wenig Vertrauen in die Politik zu haben.“ „Daher sind andere Bezugsquellen umso wichtiger“, weiß Niedermoser: „Wenn es etwa um Fragen der Krebstherapie oder anderen Krankheiten geht, dann haben die Menschen ohnehin ein sehr hohes Vertrauen in die Ärzteschaft. Das sollten sie auch bei der Impfung haben. Denn die Ärztinnen und Ärzte haben nur ein Ziel, den Menschen zu helfen. Wir wollen den Patientinnen und Patienten ja nichts Böses.“ Anders als etwa die vielen - gerade in sozialen Netzwerken gestreuten - Falschmeldungen rund um die Impfung. Oder auch in vielen im Internet kursierenden Videos, die bewusst mit Ängsten spielen würden und mit falschen Informationen die Menschen verunsichern. Diesem Negativtrend müsse von seriösen Quellen entgegengesteuert werden.


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