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LINZ. Etwa jeder zehnte Österreicher ist von Schlafstörungen betroffen. Häufen sich die unruhigen Nächte, ist der Weg zum Arzt zu empfehlen. Denn unzureichender Schlaf kann auf Dauer gesundheitliche Schäden bewirken.

 (Foto: Sergey Mironov/Shutterstock.com)
(Foto: Sergey Mironov/Shutterstock.com)

Es gibt etwa 90 Schlafstörungen. Eine der häufigsten ist die Psychophysiologische Insomnie. Bei dieser Form verkrampft man sich dermaßen, dass man nicht einschlafen kann und je mehr man den Schlaf herbeisehnt, desto munterer wird man. „Und dann gibt es organisch bedingte Schlafstörungen, die von Parkinson, Migräne, Epilepsie oder einem Schädeltrauma stammen– teilweise macht das bis zu 70 Prozent der Schlafstörungen aus“, weiß Dietmar Schafelner, Fachgruppenvertreter Neurologie der Ärztekammer für OÖ.

Wer etwa dreimal pro Woche und auf die Dauer von einem Monat unter Schlafstörungen leidet, sollte einen Spezialisten aufsuchen. Denn die Nebenwirkungen sind nicht zu unterschätzen. Nebst Folgen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten am nächsten Tag, können sie bis zu Depression, Herzinfarkt und Schlaganfall reichen.

Untersuchen lässt sich das Pro­blem in einem Schlaflabor. Über Nacht wird der gesamte Verlauf des Schlafs getestet und etwa Hirnströme, Augenbewegungen, Herz-Kreislauf-Funktionen, Atmung und Körperlage kontrolliert. Danach werden Therapiemöglichkeiten besprochen.

Gründe können vielfältig sein

Die Gründe für Schlafstörungen sind breit gefächert. Oft sind Routinen schuld, wie etwa späte Kost und digitaler Konsum. Der Neurologe rät: „Kurz vor dem Schlafengehen, wenn überhaupt, nur leichtverdauliche Nahrungsmittel. Hände weg zu dieser Zeit auch von Fleisch und Kaffee. Am besten wäre es, drei Stunden vor dem Schlafengehen die letzte große Mahlzeit einzunehmen. Und ganz wichtig, für Kinder und Erwachsene: Eine Stunde vor dem Zubettgehen kein Fernsehen und keine elektronischen Medien.“ Bei leichten Schlafstörungen helfen leichte Mahlzeiten, ein warmes Vollbad, Entspannungsübungen und ein kühles, durchlüftetes Schlafzimmer, dazu Lavendel oder Baldrian in Form von Tees oder Düften.

Wenn das nicht hilft, sollte unbedingt der Hausarzt aufgesucht werden!


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