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LINZ. Immer mehr vor allem junge Menschen fragen Literatur in Originalsprache nach. Die Auslöser dieses Trends kennt Andrea Heumann, Geschäftsführerin von Thalia, und bedient die Nachfrage gerne. Auch für bevorstehende Anlässe und Feste wie den Pride Monat Juni ist Thalia mit Literatur und Lifestyle-Artikel gerüstet.

 (Foto: New Africa/stock.adobe.com)
(Foto: New Africa/stock.adobe.com)

„Einen richtigen Boom erlebt zurzeit das fremdsprachige Buch“, erzählt Heumann von einer neuen Entwicklung, die sich in den Absatzzahlen deutlich bemerkbar macht. „Wir sehen schon seit mehreren Monaten, dass dieses Segment, auch getrieben durch die Pandemie, überproportional wächst“, erklärt die Thalia-Chefin und kennt auch die Ursachen dafür: „Die Gründe dafür sind interessant und in gewisser Weise auch überraschend. Dass nämlich gerade die neuen Medien dem Buch einen Höhenflug bescheren, hat sich so wahrscheinlich auch niemand vorstellen können.“ Aber die internationale Präsenz mancher Titel in den sozialen Medien kann den Erfolg eines Buches stark beeinflussen. Als Beispiel dafür nennt Heumann den Titel „It ends with us“ von Colleen Hoover. Dieser Titel hat seinen Erfolg, sowohl in der deutschen Übersetzung, als auch in der englisch sprachigen Originalfassung ganz eindeutig TikTok und Instagram zu verdanken.

Auf die Serie folgt die Romanvorlage

Ähnlich erfolgreich sind die Buchvorlagen verschiedener Serien, die über Amazon Prime oder Netflix oft in Originalfassung gestreamt werden. Wenn eingefleischte Fans dann die Romanvorlage lesen wollen, dann greifen sie auch hier zur Originalfassung. Aktuelles Beispiel ist die eben angelaufene zweite Staffel der beliebten Netflix Serie „Bridgerton“, zu der parallel die englischsprachige Romanvorlage „The Viscount who loved me“ von Julia Quinn reißenden Absatz findet. „Was in skandinavischen Ländern schon lange gängige Praxis und mitunter das Erfolgsrezept beim Sprachenlernen war, nämlich Filme und Bücher in Originalfassung zu konsumieren, scheint sich nun auch im deutschsprachigen Raum großer Beliebtheit zu erfreuen“, berichtet Heumann.

Pride – Liebe macht keinen Unterschied

Ein weiteres Thema, das zwar alle Altersklassen betrifft, aber insbesondere von den Jungen gefeiert wird, ist das Thema Pride. Diversität ist im Thalia-Buchsortiment das ganze Jahr über präsent, zum Pride Monat Juni wird es aber explizit in den Mittelpunkt gestellt – mit Büchern, die Diversität, Hilfestellung und Orientierung bieten. Auch bei diesem Thema sind Bücher ein probates Mittel, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, andere Perspektiven kennenzulernen und zu verstehen. Die LGBTQ-Buchtipps der Thalia Geschichtenentdecker sind für alle lesenswert – für die, die neue Sichtweisen kennenlernen wollen, für die, die sich selbst wiederfinden wollen und für alle, die einfach nur gerne gute Bücher lesen.

Als Ergänzung zur Literatur zum Thema, bieten die Thalia Buchhandlungen ab Mitte Mai auch wieder verschiedenste Non-Book Artikel an, mit denen man klar Stellung für Vielfalt und Toleranz beziehen und das auch nach außen zeigen kann. Die Lifestyle-Abteilungen schillern wieder in allen Farben des Regenbogens und mit Pride Eigenmarken bringt Thalia seine Haltung zum Ausdruck.

Die Offenheit und Toleranz gegenüber allen Lebens- und Liebensformen erschöpft sich bei Thalia aber keineswegs im Sortiment. „Auch als Arbeitgeber leben wir die Diversität“, erklärt Andrea Resch-Krenn, Leiterin Personal, die Haltung gegenüber Mitarbeitern. „Bei uns sind alle willkommen, werden geschätzt und dürfen sein und bleiben wie sie sind.“


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