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LINZ. Der Winter ist vorbei und viele freuen sich auf die Aktivität im Freien. Wenn da nicht diese schreckliche Müdigkeit wäre...

Betroffene sind kaum für Aktivitäten zu gewinnen. (Foto: Khorzhevska/stock.adobe.com)
Betroffene sind kaum für Aktivitäten zu gewinnen. (Foto: Khorzhevska/stock.adobe.com)

Die genauen Ursachen für die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit sind größtenteils noch unbekannt. Eine entscheidende Rolle spielen aber sicher die körpereigenen Botenstoffe wie Melatonin und Serotonin. Beide – sonst eingespielte Teamplayer – können beim Jahreszeitenwechsel durcheinander kommen. „Wir müssen uns erst wieder an Licht und Wärme gewöhnen. Auch das wechselhafte Wetter und eine ansteigende Pollenkonzentration können müde machen“, sagt Susanne Felgel-Farnholz, Fachärztin für Psychiatrie und Referentin für psychosoziale/psychosomatische und psychotherapeutische Medizin in der Ärztekammer für OÖ.

Durch die steigenden Temperaturen weiten sich zudem die Blutgefäße. Damit sinkt der Blutdruck und es können Kopfschmerzen und Schwindelgefühle auftreten.

Bewegung und Ernährung

Betroffene sind kaum für Aktivitäten zu gewinnen. Sie sollten es aber dennoch tun. Denn ein Ausflug in die Natur zahlt sich aus. Nach nur zehn Minuten lassen sich bereits positive gesundheitliche Effekte nachweisen: Puls, Blutdruck und das Stresshormon Kortisol sinken und es wird vermehrt das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet.

Am besten geht man rund um die Mittagszeit spazieren oder Radfahren, dann gibt es das meiste Sonnenlicht – die UV-B-Strahlung sorgt dafür, dass die Vitamin-D-Synthese in der Haut angeregt wird. Mit der Frischekur in freier Natur ist auch gewährleistet, dass sich das Verhältnis von Melatonin und Serotonin rascher einpendelt.

Überdies kann man seine Ernährung einem Frühjahrscheck unterziehen, indem man auf viel frisches Obst und Gemüse umstellt. „Trinken Sie in der Früh ein großes Glas mit warmem Wasser, das regt den Stoffwechsel an und bringt uns gleich zu Tagesbeginn auf Trab. Auch eine morgendliche Wechseldusche kann helfen“, sagt Felgel-Farnholz. Über den weiteren Tagesverlauf sollte man viel Wasser oder andere ungesüßte Getränke (1,5 bis zwei Liter) zu sich nehmen. Zudem gilt, einfach mal einen Gang zurück zu schalten, sich von Stress fern zu halten und ausreichend zu schlafen.


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