Sportunion: Abfahren, abspringen und knifflige Situationen unter Kontrolle bringen
Zusammen 135 Jahre jung sind drei Sportunion-Vereine aus der Landeshauptstadt. Zu feiern gibt es einen 35. und zwei 50. Geburtstage.

Gegründet am 24. Juni 1967 von Gerhard Hauer senior, dem späteren Langzeit-Landespräsidenten des Dachverbandes, fielen die Athleten der Skibob Union Linz vor allem im vergangenen Jahrzehnt durch international beachtliche Erfolge auf. 23 Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften stehen ebenso zu Buche wie insgesamt acht Gesamtweltcupsiege durch Gertrude Gebert (1976), Gerhard Hauer junior (2010 – 2015) und Claudia Hartl (2017) sowie 65 Staatsmeistertitel.
Im halben Jahrhundert ihres Bestehens erlebte die Skibob Union Linz erst zwei Obmänner. Auf Gerhard Hauer senior (1967 – 1997) folgte Peter Seirl.
20 Mal Erde umkreist
Ebenfalls den „50er“ feiert der Union Fallschirmspringerclub Linz – und das bei bester Gesundheit. Die derzeit rund 250 Mitglieder absolvieren jährlich insgesamt mehr als 6000 Absprünge. „Daher ist die Berechnung zulässig, dass die Aktiven in unserer Vereinsgeschichte mit ihren insgesamt dreihunderttausend Absprüngen im freien Fall zwanzig Mal die Erde umkreisten“, rechnet Obmann Walter Gupfinger vor. Pro Saison bildet der Union Fallschirmspringerclub Linz etwa 25 Interessierte für diese Sportart aus.
Nummer eins in Österreich
Immerhin bereits 35 Lenze zählt Aikido Union Linz. 1982 unter Obmann Leopold Gusenbauer gegründet, leiteten Thomas Hamberger, Johann Raher und Stefan Tumfart erste Trainings. Damals bereits mit von der Partie war Professor Yunichi Yoshida. Heute ist der Japaner Lehrbeauftragter in Österreich. Kontinuierlich bauten die Vereinsverantwortlichen die Übungseinheiten zu VHS- oder Kinderkursen aus. Jahrelang wurde auch im Leondinger Kinderdorf St. Isidor trainiert. „Aktuell sind wir mit annähernd einhundertfünfzig Mitgliedern der größte Aikido-Verein Österreichs“, verweist Obmann Rudolf Steiner auf weitere Trainingsstandorte in der Messestadt Wels, Kremsmünster und Walding.
Gegner nicht „zerstören“
Die moderne japanische Kampfkunst Aikido entstand Ende der 1960er-Jahre. Aus der Samurai-Tradition entwickelte Begründer Morihei Ueshiba Techniken mit dem Ziel, Energien aufzunehmen und gegen den Angreifer selbst zu richten. Situationen sollen unter Kontrolle gebracht und nicht der Gegner zerstört werden. Die grundsätzliche Ablehnung von Wettkämpfen bekräftigt die friedliche Ausrichtung von Aikido.


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