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OBERÖSTERREICH. Bei den Sommerspielen 2012 in London war Fabian Leimlehner (Sportunion WimbergerHaus Lasberg) nach 52 Jahren der erste österreichische Kunstturner, der sich für Olympia qualifizierte. Jetzt erklärte der ehemalige Weltranglisten-Erste am Reck den Rücktritt vom Spitzensport. “Die Zeit ist gekommen, mich voll auf mein Studium zu konzentrieren“, begründet der 29-Jährige seine Entscheidung.

Fabian Leimlehner als 24-Jähriger bei den Olympischen Sommerspielen in London. Foto: ÖFT
Fabian Leimlehner als 24-Jähriger bei den Olympischen Sommerspielen in London. Foto: ÖFT

Im Alter von 18 Jahren entschied sich der in der Schweiz aufgewachsene Doppelstaatsbürger, seine Karriere in und für Österreich fortzusetzen. Zuerst führte ihn sein Weg in das Herkunftsbundesland seines Vaters nach Oberösterreich. Bald fand er seine neue Heimat jedoch in Innsbruck am Bundesstützpunkt bei Nationaltrainer Petr Koudela.

17 Großereignisse

In seiner so erfolgreichen Laufbahn brachte es Fabian Leimlehner auf jeweils acht Teilnahmen bei Welt- und Europameisterschaften, zuletzt 2015 und 2016. Spitzenplätze im Gesamtweltcup holte der fünffache Medaillengewinner bei Weltcupmeetings (drei Silber- und zwei Bronzemedaillen) 2010 als Achter am Reck, Neunter am Barren und Elfter an den Ringen. Stolze 31 Staatsmeistertitel bedeuten Rang vier in der ewigen Bestenliste hinter den Vorarlbergern Hans Sauter, Thomas Zimmermann und Marco Baldauf.

Turnsport weiter verbunden

„Mehr als ein Jahrzehnt durfte ich Österreich in der Nationalmannschaft vertreten und bin dafür sehr dankbar. Ab sofort widme ich mich voll und ganz der Fertigstellung meiner Studien (Rechtswissenschaften und Sportrecht, Anm.), wo ich dank der Ausbildungsförderung als ehemaliger Leistungssportler des Österreichischen Bundesheeres zügig voran komme“, formulierte Leimlehner in seinem Rücktrittsschreiben.

Gänzlich vom Turnsport verabschieden will sich “Leimi“ aber nicht. Er kandidiert als Athletenvertreter im Internationalen Turnerbund und hofft auf seine Wahl im Oktober 2017.

Tragende Teamsäule

Lobende Worte gab's unter anderen von zwei Spitzenvertretern des Österreichischen Fachverbandes für Turnen. „Fabian trug beträchtlich zur positiven Entwicklung des Turnsports in Österreich bei und hoffe, dass uns seine immense Fachkompetenz nicht verloren geht“, so Präsident Friedrich Manseder. Kunstturn-Sportdirektor Dieter Egermann ergänzt: „Die Position des Kapitäns in der Nationalmannschaft füllte Fabian Leimlehner sehr aktiv aus und war über viele Jahre eine tragende Säule.“

http://www.oeft.at/


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