Motorsport: Auch nach zweitem Titelgewinn denkt 63-jähriger Haudegen nicht ans Karriereende
LINZ/ENGERWITZDORF. Einen nächsten Meilenstein in seiner bereits mehr als 40 Jahre dauernden Motosportkarriere setzte Alfred Weißengruber. Der Routinier aus Treffling in der Gemeinde Engerwitzdorf kürte sich 2018 zum zweiten Mal nach 2016 als Gesamtsieger im Histo-Cup zum nationalen Tourenwagenmeister auf der Rundstrecke.

„Wir hatten kaum technische Probleme und kamen immer ins Ziel. Das war die Voraussetzung für den neuerlichen großen Erfolg“, freut sich der 63-jährige Unternehmen, seit 1988 Inhaber eines Kfz- und Motorsportbetriebes mit Sitz in Linz, nach 14 Top-Drei-Platzierungen (acht Siege, fünf zweite und ein dritter Platz) auf Schauplätzen in Ungarn, Tschechien, Slowakei, Kroatien und Österreich, wo insgesamt gleich vier Bewerbe mit insgesamt acht Rennen in Salzburg in Salzburg und Spielberg über die Bühne gingen.
Großer Mechaniker-Einsatz
„Seit mittlerweile acht Jahren fahre ich ununterbrochen die Tourenwagenmeisterschaft. Nach drei Siegen in der Klasse bis vier Liter Hubraum zwischen 2011 und 2013 ist es mir 2016 endlich gelungen, auch dank des Einsatzes meiner beiden Mechaniker Martin Tamesberger und Markus Minichshofer die Gesamtwertung zu gewinnen. Jetzt gelang uns dieses Kunststück zum zweiten Mal“, jubelt Weißengruber.
Hinter dem Mühlviertler auf dem Podium in der Gesamtwertung landeten als Zweiter der Salzburger Josef Schößwendter (Porsche 944) und Tschechiens David Becvar (Jaguar XJS).
320 Pferde machen Tempo
Auf seine neuerlich so erfolgreiche Reise ging Weißengruber auf einem 320 PS starken BMW 635 CSI, der Spitzengeschwindigkeiten von rund 240 Stundenkilometer erlaubt. Vor gut zwölf Jahren erwarb der Mühlviertler den fahrbaren Untersatz, restaurierte das Gerät, baute es völlig neu auf und machte es wieder renntauglich. „Auf baugleichen Boliden waren auch österreichische Motorsportgrößen wie beispielsweise der spätere Formel-1-Pilot Gerhard Berger oder Dieter Quester unterwegs“, erinnert sich der in zweiter Ehe glücklich verheiratete vierfache Patchwork-Familienvater und Opa von neun Enkelkindern.
Karriereende nicht in Sicht
Nach seinem zweiten großen Titelgewinn denkt Alfred Weißengruber, der im Rahmen einer auch international bedeutenden Motor-Show in Essen mit dem großen DSK-Sportpokal ausgezeichnet wurde, nicht im Traum daran, den Gasfuß ruhend zu stellen. „Heuer nehme ich die erfolgreiche Titelverteidigung ins Visier. Ans Aufhören denke ich vorerst jedenfalls noch nicht. Damit muss ich mich ohnehin noch früh genug beschäftigen“, fühlt sich der Routinier noch immer fit wie ein Junger.
Das Saisonauftakt steigt Mitte April am Red Bull Ring in der Steiermark. Insgesamt stehen 2019 gleich 16 Rennen an acht Schauplätzen auf dem Programm.


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