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Black Wings sagen Heimspiel ab - Erste Bank Eishockeyliga beendet Saison (Update, 10.3., 17.36 Uhr)

Victoria Preining, 10.03.2020 12:28

LINZ. Das Heimspiel der Liwest Black Wings Linz am heutigen Dienstag, den 10. März, wurde abgesagt. Auch der zukünftige Verlauf der Eishockeysaison 2019/20 ist geklärt: Die EBEL gab vor kurzem bekannt, die Saison frühzeitig zu beenden.

Foto: BWL/Eisenbauer
Foto: BWL/Eisenbauer

Update (10.3.; 16.15 Uhr) Vor wenigen Minuten haben die Black Wings eine weitere Aussendung hinausgegeben: das vierte Playoff-Spiel gegen den KAC wird heute nicht ausgetragen.

EBEL beendet Saison 

„Der 10. März 2020 ist ein trauriger Tag für Klubs, Spieler, Spieloffizielle und vor allem die zahlreichen Fans unserer Erste Bank Eishockey Liga. Alle Stakeholder haben seit Monaten intensiv auf den Saisonhöhepunkt hingearbeitet, den wir nun nicht erleben können. Wir erleben allerdings gerade eine Ausnahmesituation, von der zahlreiche Bereiche unseres Lebens betroffen sind. Auch wenn die Entscheidung wehtut, sehen wir es als unsere Pflicht einen Beitrag zu leisten, um schnellstmöglich zur Normalität zurückehren zu können. Die Entscheidung die Meisterschaft abzubrechen wurde gemeinschaftlich von Liga-Präsidium und den Vereinsverantwortlichen getroffen. Eine Fortsetzung der Meisterschaft vor leeren Rängen wäre für uns keine Option gewesen, da unser Sport von Emotionen und der sensationellen Stimmung in den Arenen lebt. Wir bedanken uns bei allen Fans, Partnern, Offiziellen und Klubs für die Treue, die sensationelle Unterstützung und den starken Zusammenhalt in diesen schwierigen Zeiten,“ sagt Christian Feichtinger, Geschäftsführer der Erste Bank Eishockey Liga.

Die Folge dieser Entscheidung: Es wird in diesem Jahr auch keinen Meister in der Erste Bank Eishockey Liga geben. Für die Champions Hockey League haben sich neben dem EC Red Bull Salzburg der HCB Südtirol Alperia und die spusu Vienna Capitals qualifiziert. Ausgangspunkte hierfür waren die Platzierungen in der Pick Round.

Bisheriger Verlauf 

Nachdem der Maßnahmenkatalog der Bundesregierung präsentiert wurde, hieß es von den Black Wings zunächst, man würde noch an einer Entscheidung bezüglich des heutigen Heimspiels arbeiten. Kurz nach 13.30 Uhr erreichte die Tips-Redaktion dann die Aussendung der Stadt Linz, in der bekanntgegeben wurde, dass das Spiel zwar stattfinden würde, aber unter Ausschluss des Publikums.

Einige Zeit später wurde von den Black Wings eine Mitteilung auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht, in der zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch von einem Spiel ohne Publikum ausgegangen wurde: „Wie die österreichische Bundesregierung am heutigen Dienstag Vormittag bekannt gegeben hat, werden alle Indoor Veranstaltungen ab 100 Personen zur Eindämmung des Coronavirus verboten. Die LIWEST Black Wings haben sich nach Bekanntwerden des bevorstehenden Erlasses umgehend mit den Regionalverantwortlichen von Stadt und Land koordiniert, um rechtliche Klarheit über die weitere Vorgehensweise zu erhalten. Auf Grund der Entscheidung von Land Oberösterreich und Stadt Linz ist es den Linzern heute nicht erlaubt, das vierte Play Off Viertelfinale gegen den KAC vor Publikum auszutragen.“

Manager Christian Perthaler zeigte sich in dieser ersten Aussendung verständnisvoll: „Wir verstehen und akzeptieren selbstverständlich die gesetzten Schritte der öffentlichen Hand.“

Neben der Option, ein sogenanntes „Geisterspiel“ abzuhalten, prüften die Linzer aber bereits eine weitere Variante: eine Spielverschiebung.

Kickert: „Gestern war echt ein komischer Tag“

Nach dem vorzeitigen Ende sind nicht nur die Fans überrascht und enttäuscht, gerade auch die Spieler wurden von den Geschehnissen überrumpelt. „Gestern war echt ein komischer Tag. Es ist noch immer schwer zu realisieren, was gerade passiert. Nach den guten Spielen haben wir uns natürlich auf einen langen Run vorbereitet“, sagt Goalie David Kickert im Gespräch zu Linz. 

Wie es jetzt für den Tormann weitergeht? „Morgen haben wir ein Meeting und erfahren, wie es jetzt hier weitergeht. Dann warte ich natürlich noch ab, ob die WM stattfindet oder nicht. Und in der Zwischenzeit: weiter trainieren“, so der 25-Jährige. 


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