Kristine Egger: „Es wird auch unsere Zeit kommen“

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Victoria  Preining Victoria Preining, Tips Redaktion, 23.06.2020 17:33 Uhr

LINZ. Einen Tag nach der Entscheidung der Liga sprach Kristine Egger, Präsidentin des EHV Linz, mit Tips darüber, wie es bei dem Verein jetzt weitergeht. 

Seit gestern ist es fix: der EHV Linz hat die Aufnahme in die oberste Eishockey-Liga nicht geschafft. „Die Enttäuschung war gestern schon groß“, sagt EHV-Präsidentin Kristine Egger noch einmal rückblickend im Tips-Interview.

Nach dem Vorstandstreffen am heutigen Dienstag sei es aber ein bisschen besser geworden. Denn die Entscheidung sei angeblich, anders als gestern in manchen Medien berichtet wurde, nicht mit 0:10, sondern denkbar knapp ausgegangen. „Wie man hört, war es also keine Entscheidung gegen uns, sondern wir hätten sogar die Mehrheit errungen“, so die Präsidentin. Laut Gerüchten sollen nämlich sechs Vereine für den EHV gestimmt haben - und damit nur eine Stimme zu wenig für eine Zweidrittel-Mehrheit. 

Was die Gegenstimmen betrifft, so glaube Egger außerdem nicht, dass es darum gegangen sei, ob Peter Freunschlag oder der EHV, sondern darum, dass nicht alle zwei Linzer Klubs haben wollten. Auch wenn man sich hier als Lernbeispiel etwa an Bratislava orientieren können hätte, wo genau dies der Fall ist. „Aber leider, es wurde entschieden, dass wir heuer nicht spielen können und keine Lizenz bekommen“, so Egger.

Nachwuchsakademie im Fokus

Trotz der Niederlage bei der gestrigen Abstimmung stehe für das Team rund um den EHV Linz aber fest, dass man weiter machen werde. Das nächste Ziel: „Wir werden jetzt die Nachwuchsakademie ins Leben rufen“, so die Präsidentin. Vizepräsident Stefan Gintenreiter werde sich dazu etwa mit OÖEHV-Präsidenten Christian Ladberg treffen.

Personell betrachtet soll es übrigens keine Veränderungen geben. Einzig Peter Vogl, der bisher als Geschäftsführer der GmbH tätig war, wird per 30. Juni abberufen. An seine Stelle tritt dann Christian Perthaler, dessen Frau Birgit beim EHV das Backoffice übernehmen wird.

„Als erstes werden wir jetzt diese Nachwuchsakademie machen. Das ist jetzt ein Projekt von uns und dann wird man sehen, wie sich alles entwickelt. Wir geben es auf jeden Fall nicht auf. Ich habe gesagt, aufgeben tut man nur einen Brief. Wir sind überzeugt von unserer Arbeit, wir sind überzeugt, dass wir das Richtige getan haben“, betont die Präsidentin.

„Reden kann ich immer“

Was Gespräche mit den Black Wings betrifft, scheint die Türe noch nicht zur Gänze geschlossen zu sein. Zwar würde man laut Egger auf niemanden zugehen, würde aber jemand auf sie zukommen, so würde sie ein Gespräch nicht ausschließen: „Ich sage, ich kann immer reden. Ich bin halt der Meinung: Mit jedem Menschen kann ich reden und “Nein„ sagen kann ich auch immer. Das ist heutzutage immer möglich.“

Was den kommenden Sommer betrifft, werde man im Juli weiterhin wöchentliche Treffen am Dienstag abhalten. Nach einer Sommerpause im August werde man sich dann im Herbst ansehen, wie die Liga spielen wird. „Über den Sommer werden wir uns dann wieder noch mehr sammeln und dann fundiert weiter arbeiten. Wir sind überzeugt davon, dass wir irgendwann einmal in der obersten Liga spielen werden“, so diese.

Mehr Einbindung

Angesprochen auf ihr persönliches Ziel und wie sie selbst das Linzer Eishockey beeinflussen will,sagt Egger, dass sie mehr Einbindung wolle. So gäbe es etwa einen Wirtschaftsbeirat, dessen Teil auch die Fanclubs sind. „Was mir wichtig ist, ist dass es keine Ein-Personen-Geschichte ist, sondern dass das einfach auf breitere Füße gestellt wird“, erklärt Egger, der auch eine gute Durchfinanzierung wichtig sei. Auch Harmonie läge der Unternehmerin am Herzen: „Ich will nicht dauernd nur streiten.“

„Mit Spielern, mit einem breiten Vorstand, mit den Fans gemeinsam Eishockey genießen, das wäre mein Ziel“, so Egger abschließend.

Das Thema Alps Hockey League

Kein Thema für den EHV sei übrigens eine Teilname an der Alps Hockey League gewesen. „Wir wollen in der obersten Liga spielen und wir werden das irgendwann einmal machen, dass kann ich so sagen. Wann, wissen wir noch nicht, aber wir sind davon überzeugt.“ Egger ist sich sicher: „Es wird auch unsere Zeit kommen.“

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