Wie es im Amateurfußball weitergeht

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Schwierige Zeiten für den Amateurfußball... (Foto: Reinhard Schröckelsberger)
Yannik Bogensperger Yannik Bogensperger, Tips Redaktion, 13.04.2021 12:15 Uhr

OÖ. Im Gegensatz zu dem seit Mitte März wieder möglichen Nachwuchstraining warten die Amateurfußballer im Erwachsenenbereich aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen weiterhin auf ihre Rückkehr auf den Fußballplatz.

Für den OÖ. Fußballverband hat das vollständige Absolvieren der Hinrunde, um die laufende Meisterschaft werten zu können, sowie die Durchführung der jeweils verbleibenden sieben Duelle im Transdanubia Landescup und OÖ Ladies Cup Priorität, weshalb nun auch eine Verlängerung der Saison bis 4. Juli ins Auge gefasst wird. Dafür ist allerdings noch ein formaler Beschluss des ÖFB-Präsidiums Ende April notwendig. Damit sind aber alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die im Verantwortungsbereich des OÖFV liegen. Maßgeblich für die Austragung der Nachtragsspiele aus dem Herbst und eine Wertung ist der Zeitpunkt der Erlaubnis des Gesetzgebers für die Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs. Der spätest-mögliche Termin für die Wiederaufnahme des Meisterschaftsbetriebs ist der 13. Juni – ein detailliertes Szenario ist online unter www.ofv.at einsehbar. Um eine angemessene sechswöchige Vorbereitungszeit gewährleisten zu können, bedarf es somit der Erlaubnis spätestens ab 3. Mai für zumindest einen eingeschränkten Trainingsbetrieb und ab 17. Mai für Vollkontakttraining und Aufbauspiele.

Rückrunde wird ersatzlos gestrichen

Das Präsidium des OÖFV hat folgende Beschlüsse gefasst:

  • Es sollen von der vierten Leistungsstufe abwärts nur mehr die ausständigen Spiele der Hinrunde 2020 sowie die verbleibenden Spiele im Transdanubia Landescup und OÖ Ladies Cup 2020/21 zur Austragung kommen. Die Rückrunde 2021 und die Relegation werden ersatzlos abgesagt.
  • Sollte aufgrund der Verordnungen des Gesetzgebers bis zum 3. Mai kein zumindest eingeschränkter Trainingsbetrieb bzw. ab spätestens 17. Mai kein vollständiges Training mit Körperkontakt möglich sein, wird die Meisterschaft 2020/21 in allen Spielklassen, in denen keine Wertung vorgenommen werden konnte, annulliert. Da in zwei Ligen die Hinrunde vollständig absolviert wurde und eine Wertung vorgenommen werden kann, sind gemäß den gültigen Bestimmungen – sofern alle anderen Ligen annulliert werden – der Erst- und Zweitplatzierte der 2. Klasse Nordost sowie der Erstplatzierte der 2. Frauenklasse Nordost zum Aufstieg berechtigt.
  • Die Bestimmung zum verpflichtenden Einsatz von U22-Spielern in der Kampfmannschaft wird mit Beginn der Meisterschaft 2021/22 außer Kraft gesetzt. Stattdessen soll ein Bonussystem mit dem Ziel der Nachwuchsförderung eingeführt werden, das in den nächsten Wochen erarbeitet wird.
  • Das OÖFV-Anreizsystem kommt 2021 nicht auf Basis der vorgesehenen spielbetriebsrelevanten Kriterien zur Ausschüttung, sondern es können alle OÖFV-Mitgliedsvereine um eine Utensilienzuteilung ansuchen. In diesem Topf stehen 200.000 Euro zur Verfügung, die aliquot unter den fristgerecht eingereichten Ansuchen aufgeteilt werden.
  • Die für 2021 vorgesehene Erhöhung der Schiedsrichtergebühren wird aufgeschoben und soll erst mit Juli 2022 in Kraft treten.

„Der OÖ. Fußballverband und seine Vereine haben einen wesentlichen Zweck, nämlich den tausenden Aktiven in einem organisierten Umfeld die Ausübung ihres Hobbys zu ermöglichen. Daher haben wir nun unter Einbeziehung aller Möglichkeiten die Rahmenbedingungen abgesteckt, die für ein Abschließen der Hinrunde erforderlich sind, um ein zweites Jahr ohne Wertung zu vermeiden. Maßgeblich entscheidend sind aber die Entwicklung der Pandemie und Lockerungen des Gesetzgebers für den Amateursport, wobei hier in den nächsten Wochen der Zeitfaktor der herausforderndste Gegner sein wird. Ergänzend zu den Eckpfeilern zu einer möglichen Fortführung der aktuellen Saison hat das Präsidium aber auch generelle Weichenstellungen in Bezug auf Bestimmungen und Förderungen vorgenommen, die in der aktuellen Situation zielführend sind und für unsere Vereine eine Erleichterung darstellen“, erklärt OÖFV-Präsident Gerhard Götschhofer.

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