Neue berufliche Perspektiven für Frauen im Sport durch Gender-Trainee-Programm
OÖ. Mit einem neuen Gender-Trainee-Programm des Bundes sollen Frauen im Sport neue berufliche Perspektiven bekommen. Sport-Landesrat Markus Achleitner sieht darin eine große Chance für junge Frauen.

„Wir unterstützen diese Initiative über eine Kooperation mit dem Sportland Oberösterreich, weil wir noch mehr Frauen im Sport nachhaltig positionieren wollen – von der Nachwuchstrainerin über das Coaching bis zum Sportmanagement“, betont Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner.
Österreichweit wurden 15 Frauen ausgewählt
Mit der 27-jährigen Lisa Hirtenlehner aus Steyr gibt es auch bereits Oberösterreichs erste Teilnehmerin an diesem österreichweiten Programm. Sie ist ab sofort im Talentezentrum Oberösterreich im Bereich Sportmanagement tätig. Das Gender-Trainee-Programm wurde von Sportminister Werner Kogler initiiert und gestartet. Bund und Länder setzen gemeinsam dieses einzigartige „training on the job“-Programm um. Österreichweit wurden von einer Experten-Jury zum Start 15 Frauen ausgewählt.
„Große Chance für junge Frauen“
„Es ist eine große Chance für junge Frauen, eine berufliche Perspektive im Sport zu haben und nachhaltig im Sport tätig zu sein. Das Sportland Oberösterreich ist daher sehr gerne Partner für diese Initiative des Bundes“, erklärt Landesrat Achleitner. Daher soll auch in den nächsten Jahren im Sportland Oberösterreich jährlich eine Frau über das österreichweite Gender-Trainee-Programm aufgenommen werden.
Leistungssportlerin im Rudern
Lisa Hirtenlehner war selbst jahrelang Leistungssportlerin im Rudern, nahm bei der U-19-WM und EM teil, war österreichische Juniorenmeisterin und ist als Obfrau des Rudervereins Steyr 1888 auch bereits als Funktionärin für den Sport aktiv. Als Volunteer war sie zudem bei der Ruder-WM, bei Special Olympics und den Olympischen Jugendspielen im Einsatz. Nach der Schule absolvierte sie ein Bachelorstudium Training & Sport in Wiener Neustadt (2016) sowie ein Masterstudium Sport-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement in Kufstein (2019).
Vier Jahre
„Für mich ist dies nunmehr die Chance, meiner Leidenschaft nachzugehen und im Sport auch beruflich tätig zu sein“, freut sich Hirtenlehner über ihre neue Aufgabe. Sie unterstützt im Talentezentrum OÖ (Nachwuchskompetenzzentrum) im Olympiazentrum Oberösterreich das Team unter anderem in Management und Koordination der Umfeldbetreuung der mehr als 350 Nachwuchsleistungssportler des Talentezentrums. Das Trainee-Programm ist auf vier Jahre angelegt.
Gender-Trainee-Programm soll Sport nachhaltig verändern
Das Talentezentrum Oberösterreich ist dabei eine von österreichweit 15 verschiedenen Ausbildungsstätten, in denen die Trainees zu top qualifizierten Trainerinnen, Coaches, Managerinnen oder Funktionärinnen ausgebildet werden: „Ich bin sicher, dass das Gender-Trainee-Programm den österreichischen Sport nachhaltig verändern wird“, so Sportminister Vizekanzler Kogler.


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