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LINZ. Um die Linzer Märkte gab es in den vergangenen Monaten viel Trubel – nun steht auch eine „Neuausrichtung“ bevor. Um diese auf solide Beine zu stellen, wurde im Juni 2016 eine repräsentative Bevölkerungsumfrage zu allen Linzer Märkten durchgeführt.

Der Südbahnhofmarkt wird am öftesten besucht.
Der Südbahnhofmarkt wird am öftesten besucht.

Deren Ziel war es, Image, Nachfrage, Kundenstruktur, Besuchsfrequenzen, Zufriedenheit und Verbesserungspotenziale der Märkte herauszufinden. Das Ergebnis fällt außerordentlich gut aus: Die Märkte haben eine hohe Bekanntheit, gefallen sehr gut und werden dementsprechend gut frequentiert. Lediglich an der Parkplatzsituation wird bei vielen der Märkte häufig Kritik geäußert.

Bekannt und beliebt

Bei der Frage „Welche Märkte fallen Ihnen ganz spontan ein?“ nannten 76 Prozent der Befragten den Südbahnhofmarkt. „Das ist ein Wert, den man bei spontanen Umfragen sehr selten erreicht“, zeigt sich Christian Baumann von der Spectra Marktforschung schon fast überrascht. Der gestützte Bekanntheitsgrad zeigt eine leicht veränderte Rangreihung. Mit 97 Prozent liegt hier der Urfahraner Markt an der Top-Position, gefolgt vom Christkindlmarkt/Hauptplatz (94 Prozent). Der am häufigsten frequentierte Markt ist der Südbahnhofmarkt. Fast jeder Dritte besucht diesen Markt zumindest einmal im Monat. Die Linzer Märkte gefallen den Besuchern sehr gut. Am besten gefällt der Südbahnhofmarkt mit einer Durchschnittsnote von 1,54 – bewertet wurde mit Schulnoten –, am „schlechtesten“ schneidet der Grünmarkt/Urfahr mit einem Zweier ab (Durchschnittsnote 2,22). Dieser polarisiert relativ stark hinsichtlich seines Gesamteindrucks. Besonders auffällig ist auch, dass die Linzer Märkte vor allem bei älteren Personen besonders beliebt sind.

Die Stadtteilmärkte

Die Mehrheit der Bevölkerung in der Stadt Linz und Umgebung (57 Prozent) hat von den Linzer Stadtteil -Märkten schon einmal etwas gehört. Mit zunehmendem Alter der Befragten steigen auch die Bekanntheit und damit die Bedeutung dieser Märkte. Am bekanntesten ist der Markt Bindermichl mit 39 Prozent. Mit Abstand folgen dann die Märkte Spallerhof (28 Prozent), Kleinmünchen (27 Prozent), Neue Heimat (24 Prozent) und Wiener Straße (21 Prozent). Das Schlusslicht bilden die Märkte Dornach/Auhof (19 Prozent) und Oed (14 Prozent).

Die „Neuausrichtung“

„Diese Studie ist für mich ein Handlungsauftrag“, stellt Stadträtin Susanne Wegscheider fest. „Mein Ziel ist es, die bereits vorhandene Attraktivität der einzelnen Märkte noch weiter auszubauen und bei den Lebensmittelmärkten auch verstärkt die jüngeren Zielgruppen anzusprechen.“ Dabei soll es aber keine Revolution geben, sondern eine Weiterentwicklung und Attraktivierung. Viel Wert soll dabei auf eine ausgewogene Mischung von Angeboten gelegt werden. Zudem soll auch der Charme der Linzer Märkte - der bei der Umfrage oft als positiver Punkt genannt wurde - erhalten bleiben. Die Umsetzung erfolgt in den kommenden Monaten.

Begleitet werden diese Maßnahmen von Beratungsunternehmen Egger & Partner. Insgesamt kostet das Projekt circa 45.000 Euro. Ein Drittel davon entfallen auf die aktuelle Umfrage.


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