Linzer Innenstadt will mit neuer Kampagne locken
LINZ. Die Linzer Innenstadt mit der Landstraße erlebt mit Einkaufszentren und vor allem auch dem Online-Handel starke Konkurrenz. Um dem entgegenzuwirken, startete nun eine neue Imagekampagne mit dem Slogan „Das kann nur die Linzer Innenstadt“.

„Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich eine Innenstadt ohne Geschäfte vor, ohne Cafés und Gastgärten - in letzter Konsequenz ohne Menschen. Darum sollte jeder Konsument überlegen: Was kaufe ich online und was kaufe ich doch lieber im Geschäft“, lässt City Ring Obmann Werner Prödl an ein nicht gerade wünschenswertes Szenario denken.
Fruchtbare Zusammenarbeit
Die Stadt Linz, der City Ring, der Tourismusverband und die Wirtschaftskammer ziehen daher an einem Strang und wollen sich gegenüber dem Internet-Handel und den Einkaufszentren im Umland positionieren. „Jetzt geht es uns noch gut in der Innenstadt, genau jetzt müssen wir also überlegen und handeln, damit es auch so bleibt“, so City Ring Obmann Prödl.
200.000 Euro werden in die längerfristig angelegte Kampagne investiert. Laut Prödl handelt es sich um die größte Kampagne seit Bestehen des City Rings.
Angreifbares Erlebnis
Die Botschaft, die vermittelt werden soll: „Was kann die Innenstadt besser als Einkaufszentren und der Onlinehandel“. Es sei ein nicht austauschbares, angreifbares Einkaufserlebnis, sind sich Wirtschaftsreferentin Stadträtin Susanne Wegscheider und der Obmann der Wirtschaftskammer Linz Stadt Klaus Schobesberger einig. Die große Stärke der Landstraße - die die zweitbest-frequentierte Einkaufsstraße Österreichs ist - sei das Zusammenspiel der kleinen und internationalen Geschäfte mit Wochenmärkten, Kulinarik, Kunst und Kultur.
Die Innenstadt sei auch viel mehr als eine Einkaufsstätte. „Sie ist ein natürlich gewachsener Lebensraum, in dem alle Bedürfnisse abgedeckt werden können. Nichts ist schöner als eine solch gewachsene Innenstadt“, gibt Prödl eine Liebeserklärung ab.
Neue Slogans
Die neue Kampagne - die vor allem von City Ring Managerin Anita Mayer umgesetzt wurde - spielt bei den neuen Slogans mit Begriffen aus der Online-Welt, die der realen entgegengesetzt werden. Die Innenstadt wird darin als „größter Offline-Shop“, „das heißeste soziale Netzwerk des Landes“ oder als „coolster Chatroom des Landes“ beworben. Besonders die junge Kundenschicht der „Digital Natives“ - jene, die mit der digitalen Welt aufgewachsen sind - soll erreicht werden. „Online-Einkäufe gehen zwangsläufig zu Lasten des stationären Handels. Hier geht es aber um viel mehr: um Wertschöpfung vor Ort, um Arbeitsplätze, um Umweltschutz“, erklärt Stadträtin Wegscheider.


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