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LINZ. Mit einem „zeigbaren Ergebnis“ in Form eines Kartenspiels – initiiert von Infrastrukturstadtrat Markus Hein (FP) sowie dem Stadtentwickler und Neos-Fraktionsvorsitzendem Lorenz Potocnik – sollen die Anrainer über die Zukunft der leidgeprüften Hauptstraße in Urfahr entscheiden.

Wie wird die Hauptstraße in Zukunft aussehen? 2000 Bürger können entscheiden.
Wie wird die Hauptstraße in Zukunft aussehen? 2000 Bürger können entscheiden.

In einem Bürgerbeteiligungsverfahren im Vorjahr wurden vier Strategien zur weiteren Verwendung der Hauptstraße festgelegt, die jetzt per Kartenspiel „Lebensraum Hauptstraße“ durchgespielt werden können. Es wird also spannend: Soll der derzeitige Ist-Zustand erhalten bleiben oder wird die Version „Verkehr light“ favorisiert, in der der Verkehr weniger und langsamer sein soll und mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer bleibt? Oder soll doch lieber eine Begegnungszone oder gar eine Fußgängerzone umgesetzt werden?

2000 Anrainer können bis 15. Mai die Version, die ihnen am meisten zusagt, an das Büro von Stadtrat Hein per Spielkarte schicken. Die Gewinner-Version wird in der Folge im Gemeinderat vorgebracht: „Drei Varianten werden wegfallen und eine wird anschließend weiter verfolgt. Diese zeigt dann die Richtung an, in die sich die Hauptstraße entwickeln soll“, erhofft sich Hein einen Rücklauf von 20 bis 25 Prozent.

Begegnunszone als Favorit

Stadtentwickler Lorenz Potocnik ist davon überzeugt, dass eine Fußgänger- oder Begegnungszone die Ideallösung wäre, schließlich soll die Lebensqualität im Zentrum stehen. Die ÖVP setzt mittelfristig auf eine Begegnungszone und präferiert eine unterirdische Lösung für den motorisierten Verkehr am Hinsenkampplatz. Dem entgegnet Potocnik: „Der Vorschlag der ÖVP widerspricht jeder Vernunft, nicht einmal eingefleischte Autofahrer können 150 m lange Auf- und Abfahrtsrampen mitten in der Stadt gutheißen“, sagt Potocnik.

Auch Hein hält die unterirdische Variante für nicht umsetzbar: „Dann hätten wir ein unterirdisches, gigantisches Tunnelsystem, das noch dazu nicht finanzierbar wäre.“ Martin Hajart, Klubobmann der ÖVP Linz, will zudem die Straßenbahnlinien 1 und 2 durch die Hauptstraße leiten und besteht auf einem Gesamtkonzept für Urfahr. Klaus Grininger, der Mobilitätssprecher der Grünen Linz, fordert zudem: „Sichergestellt werden muss aber, dass die Gleis-Trasse in der Reindlstraße erhalten bleibt. Diese werden wir noch dringend brauchen, z.B. für einen Ausbau der Mühlkreisbahn und der zweiten Schienenachse.“


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